140401SchlotHarburg – Rund um den Schlot der Phoenix sind oberhalb und unterhalb des Wassertanks kleine Ringe mit Geländern angebracht. Es sind Arbeitsplattformen. Von

dort aus wird der in den 20er Jahren gebaute Schornstein saniert. Ist der Schlot unten fit gemacht, wird oben gekappt. In wenigen Wochen wird es damit losgehen. Um zwölf Meter wird das Harburger Wahrzeichen dann gekürzt. Der Grund ist der marode Zustand des Schornsteins.

Dass das markante Bauwerk überhaupt erhalten bleibt, ist einem Kompromiss zu verdanken. ContiTech, Eigentümer der Phoenix, hätte gut auf den gemauerten Schornstein ganz verzichten und ihn durch einen Schlot aus Edelstahl ersetzen können. Das wäre für das Unternehmen deutlich günstiger und baurechtlich zulässig gewesen. Jetzt werden die Risse im unteren Bereich des Schornsteins und auch der stählerne Wassertank samt Leitungen, der in rund 30 Metern Höhe sitzt, saniert.

Nach der Sanierung wird der Schornstein die nächsten Jahrzehnte Schornstein bleiben. Damit bleibt dem Bauwerk wohl eine Idee erspart, die viele einfach nur als beknackt empfinden dürften. Jürgen Duenbostel von den Linken hatte im zuständigen Ausschuss der Bezirksversammlung ernsthaft vorgeschlagen, dass der Schlot als Minarett genutzt werden soll, von wo aus die Gebetsaufrufe der islamischen Gemeinde stattfinden. Jetzt wird er einfach nur, wenn auch in verkürzter Form, eine markante Spitz in der Skyline Harburgs bleiben. dl

Die Bilder zeigen den Vergleich zwischen vorher und nachher.

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