130614BrunnenHarburg - Der Geschichtsbrunnen am Sand wird fit für wieder bessere Tage gemacht. Arbeite sind dabei die Leitungen fit zu machen. Auch eine Zisterne wurde

angelegt. Der unterirdische Wasserspeicher soll den Betrieb des Brunnens, aus dem in der Vergangenheit teures Leitungswasser sprudelte, günstiger machen.

Gesprudelt hatte der der 1973 nach einem Entwurf der Künstlerin Tisa von der Schulenburg gebaute Brunnen in den vergangenen Jahren nicht mehr. Er war zu einem Treffpunkt der Trinkerszene verkommen. Traurige Berühmtheit erlangte der Brunnen um ihn vor Urinfraß zu schützen.

Die Zeiten sind vorbei. Die Umstrukturierung des Marktes hat es bewirkt. Seit in nächster Nähe Normalkunden ihre Würstchen verzehren, hat sich in der Trinkerszene offenbar so etwas wie eine Befindlichkeitsstörung breit gemacht. Soziale Kontrolle nennen das Experten. Das Ergebnis: Die Trinkgelagen haben sich deutlich reduziert. Mit der Inbetriebnahme, die in etwa zwei Wochen erfolgt, wird der Brunnen wieder sprudeln und zum Verweilen einladen. Es lohnt sich das Kunstwerk, das Teil des Harburger Kunstpfades ist,  näher zu betrachten. In zahlreichen Reliefs ist die Geschichte Harburg festgehalten, das 1288 seine Stadtrechte bekam und erst während Nazidiktatur der Stadt Hamburg zugeschlagen wurde. zv