Harburg - Die Grabungsteams des Archäolgischen Museums sind wieder in der Harburger Schloßstraße aktiv. Im Zuge eines Neubauvorhabens hat sich den Archäologen nun wieder

eine Gelegenheit geboten, historisch bedeutsames Gelände zu erforschen: Baubegleitend werden aktuell neue Flächen im rückwärtigen Raum der Harburger Schloßstraße untersucht. Dabei konnten bisher die Rückgiebel einiger Gebäude, Wasserleitungen und alte Wege archäologisch dokumentiert werden, ebenso die Stadtbrände von 1536 und 1564. Die Archäologen konnten nahezu alle Befunde dem 15./16. Jahrhundert zuordnen. Neben zahlreichen Funden von Tierknochen, Fensterglas und Keramik konnte außerdem schon der Torso einer weiblichen Pfeifentonfigur geborgen werden.

Die Straße steht in den letzten Jahren wiederholt im Mittelpunkt der Stadtplanung. Das Archäologische Museum führte bereits von 2012 bis 2014 umfangreiche Ausgrabungen im Bereich der Harburger Schloßstraße durch. Das Projekt war eine der bisher größten Stadtkerngrabungen Hamburgs und gehörte zu den größten archäologischen Grabungsprojekten dieser Art in Deutschland. zv