151014RaumHarburg – Ein Teil des Kellers im Rest vom Harburger Schloss ist der älteste begehbare Raum Hamburgs. Das rund 570 Jahre alte Kreuzrippengewölbe ist damit ein echtes

Stück Stadtgeschichte. Ende 2016 Anfang 2017 wird es der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Vorher wird das Gewölbe aufwendig saniert. Dann ist es, so Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss, fit für die nächsten 500 Jahre.

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Ein Blick in den ältesten begehbaren Raum Hamburgs. Fotos: zv

Warum wird die kommende Ausstellung des Archäologischen Museum, in der ab Ende November Fundstücke aus den Ausgrabungen im Binnenhafen gezeigt werde, nicht im Schloss zu sehen sein, hat Viktoria Pawlowski, Bezirksabgeordnete der FDP, aktuell als Frage in die Bezirksversammlung eingebracht. Der Grund sind eben die Sanierungen. „Wir haben auch wegen der Bedeutung für die Stadtgeschichte entsprechende Gelder bekommen“, sagt Weiss. „So wird es keine Kosmetik sondern einen großen baulichen Eingriff mit statischer Ertüchtigung geben.“

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Der nicht ganz so alte Teil des Gewölbes, das Ausstellungsfläche wird.

Nach dem Ende der Arbeiten sollen dann vier zusammenhängende Räume im Gewölbe als Ausstellungsfläche für Fundstücke aus der Geschichte Harburgs dienen. Insgesamt wird man um die 140 Quadratmeter Ausstellungsfläche haben. „Wir wollen reguläre Öffnungszeiten einführen und darüber hinaus Führungen anbieten“, so Weiss.

Dabei ist ein neuer Mann ins Spiel gekommen. Weil die bisherige Leiterin der Stadtgeschichte, Melanie Leonhard, Politik-Karriere machte und Senatorin wurde, ist Kay-Peter Suchowa für die kommissarische Besetzung der Stelle eingekauft worden. Suchowa war bereits an den Ausgrabungen im Binnenhafen  beteiligt gewesen. zv