121226weihnachtscross10Heimfeld – Aus, vorbei! Alles schien auf einem guten Weg, und nun hat die Harburger Radsport Gemeinschaft in letzter Minute doch noch ihr Weihnachts-Radcross an

der Kuhtrift abgesagt und auf ein Gelände im Bereich Appelbüttel verlegt.

Auch nach mehreren Verhandlungsrunden konnten  sich die Immoforst OHG, Eigentümerin des Waldgebiets rund um die Kuhtrift, und die Organisatoren der Traditionsveranstaltung nicht auf eine Formulierung einigen, die für beide Seiten ein persönliches Restrisiko im Versicherungsfall vollkommen ausschließt.

Bezirksamtsleiter Thomas Völsch und ein Jurist vom Hamburger Sportbund hatten wie berichtet noch versucht, einen Ausweg zu finden. Das schien auch geklappt zu haben. Doch dann tauchten neue Probleme auf.

Trotzdem hatte die Immoforst den Sportlern eine bereits unterschreibene Nutzungsvereinbarung zugeschickt. Am Wochenende teilte die Harburger RG dann der Immoforst OHG aber mit, dass sie auf eine „Inanspruchnahme“ der Waldfläche an der Kuhtrift verzichtet und das Rennen woanders austragen wird.

Heinrich Schabert von der Forstverwaltung: „Das bedauern wir sehr.“ Die Harburger RG habe allerdings auch mitgeteilt, dass sie die Bildung einer Rettungsgasse für die Anwohner des Waldstücks hinter der A7 (Hinterlieger) nicht gewährleisten könne. Bei den früheren Veranstaltungen war die Kuhtrift durch Teamfahrzeuge der Sportler und Fahrzeuge der Zuschauer immer wieder vollkommen zugestellt. Schabert: „Wir stehen gegenüber unseren Nachbarn in einer Fürsorgepficht.“

Hatte es im Laufe des Jahres nach der ersten Kontaktaufnahme zwischen der Immoforst und den Sportlern zeitweise sogar eine „Sendepause“, später dann auch mal derbere Töne gegeben, klingen beide Seiten trotz des Scheiterns recht moderat.

So sagt Susanne Plambeck, 2. Vorsitzende der Harburger RG: „Das alles hat viel Zeit und Arbeit gekostet. Auf die Dauer können wir das nicht leisten. Trotzdem ist es schade, dass wir uns nicht einigen können.“ Dass die Ausweichstrecke sportlich längst nicht so anspruchsvoll ist wie die Strecke an der Kuhtrift, will sie nicht werten: „Die Straßensportler wird das sicher freuen, die reinen Geländefahrer eher nicht.“ ag