091115Fussball2Neugraben-  Seit Wochen spielt der FC Süderelbe gegen den Abstieg. Aber ob sich die Mannschaft, der durchaus prekären Situation bewusst ist, darf angezweifelt werden. Denn im Kellerduell am Sonntag gegen den Tabellenletzten aus Blankenese, hat sich das Team von Trainer Thorsten Cornehl mit 1:5 "abschlachten" lassen. In einem Spiel in dem absoluter Kampf und Einsatz über 90 Minuten gefordert war, gelang es Süderelbe nur selten dominant und aggressiv aufzutreten. Zu Beginn der Partie  versuchte Süderelbe den Gast mit Pressing und Druck zu Abspielfehlern zu zwingen. Dabei kam man zu zwei guten Möglichkeiten, ließ aber vor dem Tor die Abgeklärtheit vermissen. Danach gab es in dem Spiel des FC Süderelbe einen Bruch, man baute den Gast mit vielen Fehlpässen wieder auf. Äußerst negativ fiel dabei Süderelbe- Keeper Michail Butt auf, der einige Abstöße ins Seitenaus schlug. Dies blieb auch Thorsten Cornehl nicht verborgen, der den Torwart als Unsicherheitsfaktor bezeichnete. In der 43. Minute wurde das Verhalten dann bestraft, ein langer Ball fand den Weg durch die Abwehr und Blankenese traf zum 1:0. Bereits zwei Minuten später konnte Süderelbe aber ausgleichen, Daniel Schröder köpfte den Ball ins Tor. Einem noch akzeptablen ersten Durchgang, folgte ein miserabler zweiter. Als Süderelbe in der Rückwärtsbewegung schlieft, konnte Blankenese erneut in Führung gehen. In der Folge warf Süderelbe alles nach vorne, die entstandenen Räume nutzte Blankenese intelligent aus und konnte auf 3:1 erhöhen. Besonders ärgerte Thorsten Cornehl die Art und Weise wie  seine Mannschaft auftrat. „Da gelingen uns die einfachsten Dinge nicht mehr und dann bekommst du solche Tore.“   In der 75. Minute zirkelte Blankeneses Mittelfeld- Spieler Patrick Hübner, einen Freistoß ins untere Eck- das 1:4. Zu diesem Zeitpunkt waren die "Kicker" des FC Süderelbe mit ihren Gedanken bereits in der Kabine, das 5:1 für Blankenese war lediglich ein Tor für die Statistik. Gejubelt und getanzt hat am Ende nur Gegner, dem es erst zum zweiten Mal in dieser Saison gelang, Punkte in der Fremde einzufahren. Einziger Hoffnungsschimmer für den FC Süderelbe: Anfang Dezember hat man zwei Nachholspiele, in denen man gegenüber der Konkurrenz wieder aufholen kann. Nach diesem Spieltag bleibt man aber erst einmal auf einem Abstiegsplatz, laut Thorsten Cornehl, „wird sich der Kampf um den Klassenerhalt durch die gesamte Saison ziehen.“Nächste Woche kann Süderelbe Wiedergutmachung betreiben, wenn es zum Hamburger SV III geht. Blankenese empfängt den SV Lieth. (pw)