121122vta Neugraben- "Nach dem Spiel ist vor dem Spiel." Auf kein Team passt diese abgedroschene Phrase so gut wie auf den VT Aurubis Hamburg. Am gestrigen Mittwochabend haben die Volleyball-Frauen beim slowenischen

Vertreter Sempeter 3:1 (Hinspiel 3:0) gewonnen und damit den Einzug in das Sechzehntelfinale des Challenge-Cups perfekt gemacht. Doch lange Zeit zum Jubeln bleibt dem Team nicht.

 

Nach dem Frühstück im Hotel ging es am Donnerstagmorgen von Sempeter mit dem Flugzeug nach Frankfurt (Main). Anschließend fuhr das Team nach Bad Blankenburg, wo es bis zum Bundesligaspiel am Samstag gegen den VfB Suhl 91 im Sporthotel übernachtet.

Damit haben Spielerinnen wie Vereinsoffizielle des VTA in den letzten drei Tagen rund 2500 Kilometer quer durch Europa zurückgelegt. Viel Stress, der den Spielerinnen Kraft gekostet haben dürfte. Gestern Europapokal, heute Bundesliga-Alltag. "Dass ist nicht ungewöhnliches, wenn man international spielt. Insofern müssen wir das wegstecken", fordert Headcoach Jean-Pierre Staelens.

In Suhl treffen die "Kupfer-Ladies" auf ein Team, dass in der Tabelle hinter ihnen steht (Platz 11). Die Mannschaft von Trainer Felix Koslowski gelang am letzten Wochenende die ersten beide Satzsiege der Saison beim USC Münster. Dennoch verlor der VfB 91 am Ende knapp mit 2:3. Doch das Spiel beim USC dürfte Suhl im Kampf um die ersten Zähler entsprechend Auftrieb gegeben haben, so dass die favorisierten Volleyball-Frauen des VTA nach den Reisestrapatzen hellwach sein müssen.

Der Coach warnt davor, den Gegner zu unterschätzen: "Suhl steht auch nicht dort, wo sie eigentlich hingehören, da müssen wir hochkonzentriert auftreten." Alles andere als 2 Punkte für Aurubis wäre aber eine Überraschung. "Wir wollen und müssen dort gewinnen", gibt Staelens, der personell aus dem vollen schöpfen kann, die Marschroute vor. Eine aus Sicht des VTA richtungsweisende Partie, denn mit einem "Auswärtszweier" könnte man den so wichtigen Anschluss an das Mittelfeld der Liga wieder herstellen. (pw)