101010KP3 Ehestorf- Der Frühling ist im Anmarsch, die Sonne soll sich laut den Wettervorhersagen von ihrer besten Seite zeigen. Für Harburgs Familien das Startzeichen, um wieder etwas an der frischen Luft zu unternehmen. Da passt es prima, dass

ab sofort der Hochseilgarten am Kiekeberg aus dem Winterschlaf erwacht ist und wieder zwischen 10:00 Uhr und 19:00 Uhr geöffnet hat. Bereits im letzten Jahr lockte der Kletterpark an guten Tagen bis zu 100 Kinder und Erwachsene, die sich in den Baumwipfeln nach herzenslust austobten und ein bisschen Abenteuerlust schnuppern durften.

Zu bieten hat Michael Kreidenberg, Initiator und Betreiber des im Juli 2010 eröffneten Parks, einen 450 Meter langen Maxi-Parcours für Kinder ab 10 Jahren sowie einen kleinen Parcours für Kinder ab 5 Jahren. Als Highlight gilt eine 71 Meter lange Seilbahn, die den mutigen Kletterfreak freischwebend auf die andere Seite in ein Kletternetz befördert. Für großes Gelächter sorgt außerdem regelmäßig eine vollelektronische Wasserfalle in 8 Meter Höhe. Die Besucher müssen ein aus unterschiedlichen Farben bestehendes Feld überwinden und dürfen von Kreidenberg eingestellte Farben nicht betreten. "Ich rufe dann von unten: Grün darf nicht berührt werden", erklärt der Betreiber. Passiert das trotzdem, gibt es von oben eine kleine Abkühlung. Doch das ist noch nicht alles: Denn Kreidenberg hält in diesem Jahr einige Überraschungen bereit. Er sagt: "Zum einen soll der große Parcours von derzeit 24 Stationen auf 35 erweitert werden. Zudem habe ich einige lustige Ideen, die aber bleiben noch geheim."

Kreidenberg, der vor einigen Jahren schon mal eine Anlage in Travemünde betrieben hat, sieht seinen Park aber nicht nur als Spaß-Paradies. Im Vordergrund steht auch der pädagogische Aspekt, vor allem bei Kindern und Jugendlichen. "Neben den Fähigkeiten wie Körperspannung, Balance, Kraft und Koordination geht es auch um Angstbewältigung und Eigenverantwortung. Viele Kunden lernen auf den Stationen ihre Grenzen kennen und müssen eigenverantwortlich handeln." Des weiteren geht es um Vertrauen, Vertrauen, dass einen das Gurtsystem trägt. "Die Gurte vertragen bis zu 8.000 Kilo, dazu sind die Kletterer mit zwei Karabinerhaken gesichert. Auch wenn man den Besuchern das erklärt, verlangt das vielen Mut und Vertrauen ab", so der Experte.

Und sollte in der luftigen Höhe doch etwas schief gehen, kann man sich auf Kreidenbergs Team verlassen: "Wir begleiten die Leute durch den Parcours, unterstützen sie und holen sie im Notfall auch wiede runter." Eine zusätzlich gute Nachricht: Auch die Preise sind gleich geblieben. Für den Maxi-Parcours zahlen Kinder zwischen 10 und 14 Jahren einen Euro pro Lebensjahr, Erwachsene müssen 15 Euro hinlegen. Dann sind Kletterspaß und gute Aussichten für rund 90 Minuten garantiert. Für Kinder ab 5 Jahren kostet der Mini-Parcours 8 Euro. (pw)