120314LottoHarburg- Der FTSV Altenwerder wurde neben TuS Germania Schnelsen und dem USC Paloma mit dem 10.000 Euro dotierten Vereins-Ehrenamtspreis ausgezeichnet. Die Scheckübergabe in der Holstenbrauerei an die Vereinsverantwortlichen Torsten Müsse (1. Präsident), Hans Mewes (2. Vorsitzender) und Heiner Schween (Obmann) übernahmen als Projektpaten HSV-Keeper Jaroslav Drobny und Kult-Sänger Lotto King Karl.

Der Preis, den im letzten Jahr der Rivale FC Süderelbe erhielt, wird jährlich von der Initiative "Der Hamburger Weg" und Holsten verliehen. Für den Traditionsklub ist die Auszeichnung eine tolle Sache und die Bestätigung der jahrelangen Arbeit. Aber vorallem kann der Verein das Geld sehr gut gebrauchen. Denn auf der Sportanlage am Talweg werden umfangreiche Renovierungsmaßnahmen durchgeführt, der untere Grandplatz wird zwei modernen Kunstrasenplätzen weichen. Im April sollen die Bagger anrollen, damit die beiden Plätze zur kommenden Saison fertig und bespielbar sind. Der obere Grandplatz bleibt laut Heiner Schween unberührt und wird als Ausweichplatz während der Bauphase genutzt.

Außerdem hat der Verein vom  Bezirksamt die Genehmigung erhalten, das alte Umkleidegebäude umzubauen sowie den Sanitärbereich zu erneuern. Die Kosten für diese Maßnahmen, die der Verein übernimmt, belaufen sich auf rund 95.000 Euro. Dazu kommen noch 25.000 Euro für eine Flutlichtanalge, hierfür sucht der Klub noch Sponsoren. Schween erklärt: "Wir benötigen einen Geldgeber und werden versuchen, Unternehmen aus dem Raum Harburg für unser Projekt zu begeistern."

Für einen Amateurverein ist das ein Durchbruch in eine neue Sphäre, weshalb die Freude über die 10.000 Euro besonders groß ist. Torsten Müsse glaubt mit der Auszeichnung und den neuen Bedingungen, Anreize zu schaffen und noch mehr Jugendliche in den Klub locken zu können. "Wir verfolgen die Aufgabe Jugendliche von der Straße auf die Fußballplätze zu holen, gerade weil unser Verein in einem sozialen Brennpunkt liegt."

Neben dem sozialen Engagement möchte sich der Klub mit der neuen Sportanlage eine neue Heimat verwirklichen, die mit den idealen Bedingungen für eine glänzende sportliche Perspektive und nachhaltige Nachwuchsförderung steht. Doch Heimat kann man durchaus wörtlich nehmen, denn der FTSV musste im Zuge der Hafenerweiterung in den 70er Jahren das eigentliche Zuhause verlassen. "Wir schaffen uns mit dem Projekt ein Stück Heimat aber vor allem Identität", so Schween.

Dr. Holger Liekefett, Geschäftsführer Marketing bei der Holsten AG, findet ein solches Engagement beeindruckend. "Ich bin immer wieder beeindruckt von dem Willen und der Tatkraft all der aktiven Bürgerinnen und Bürger, die ihre Umgebung in Gemeinden und Sportvereinen positiv mitgestalten. Einen Alltag ohne die engagierte Mitarbeit der vielen freiwilligen Helfer könnte sich unsere Gesellschaft gar nicht leisten."

Auch Jaroslav Drobny, derzeit Nummer eins im Hamburger Tor, strich die Bedeutung des Ehrenamts heraus: "Ich habe großen Respekt vor der Arbeit, die durch die vielen Ehrenamtlichen geleistet wird." Nun liegt es an den "Machern", dass Geld vernünftig in das Vereinsprojekt zu investieren. (pw)

 

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