111010VTAurubisHarburg- Am Monntagmorgen präsentierte der Volleyballklub VT Aurubis seine beiden Teams für die kommende Spielzeit 2011/2012. Die Saisoneröffnung im Harburger Rathaus war nicht nur ein feierlicher Akt für Presse und Sponsoren, sondern gleichtzeitig der

Startschuss für die Mission "Playoffs". Die erste Mannschaft geht nach dem enttäuschenden sechsten Platz der letzten Saison mit einem klaren Auftrag in den Bundesliga-Wettbewerb. Dr. Michael Landau, Vorstandsmitglied des Hauptsponsors und Namensgebers Aurbis AG, sagte: "Ich erwarte von unserer Mannschaft, dass sie sicher die Play-offs (Runde der besten acht, d. Red.) erreichen wird. Außerdem sollte sie sich für die Besten vier dieser Runde qualifizieren."

Nach dem die Mannschaft in der letzten Saison ihrer Erwartungen nicht erfüllen konnte, entschied sich die sportliche Leitung mit Helmut von Soosten (Manager), Horst Lüders (Präsident) und Jean-Pierre Staelens (Headcoach) zu einem personellen Umbruch. Insgesamt sechs neue Spielerinnen wurden verpflichtet. Dies konnte nur durch die Mithilfe von Sponsoren gestemmt werden, genaue Zahlen wollte Landau allerdings nicht nennen. Horst Lüders indes freut sich über die neuen Gesichter im Team: "Dank der großzügigen Unterstützung unserer Partner mit einigen Sponsoren war es möglich, das Team wie geplant zu verstärken. Wir sind sicher, dass wir mit den Neuverpflichtungen die richtige Wahl getroffen haben, um unseren anspruchsvollen Zielen näher zu kommen."

Der wohl prominenteste Neuzugang ist die niederländische Nationalspielerin Kim Staelens, die künftig im Spiel die Fäden des VTA ziehen soll. Die 29-jährige Tochter des Trainers entschied sich trotz finanziell lukrativerer Angebote aus Russland und Italien für Aurubis.  Neu ist auch Mareike Hindriksen, die zuletzt beim Pokal-Finalisten VfB Suhl 91 unter Vertrag stand und dort als Zuspielerin agierte. Ebenfalls vorgestellt wurde im Rathaus Yuli Stoyanova, die von Zypern nach Süderelbe wechselt. Leer blieb der Stuhl von Cindy Maria Ramirez, doch dafür hatte Jean-Pierre Staelens gleich eine Begründung parat: "Cindy weilt noch mit ihrer Nationalmannschaft in Südamerika. Dort hat sie Windpocken bekommen und die Ärzte haben uns gebeten, ihr für die Anreise noch etwas Zeit zu geben. Sie wird aber am Samstag ankommen." Für Feuer in der Offensive soll die Außenangreiferin Julia Hero sorgen, die vom Zurich Team VCO Berlin an die Elbe wechselt.

Doch die Hoffnung auf eine goldene Saison ruht nicht nur auf dem runderneuerten Team, sondern auch auf der neu errichteten Heimspielstätte in Neugraben. Die CU-Arena mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 26,8 Millionen Euro, bietet Platz für 2.000 Zuschauer und soll einen zusätzlichen Motivationsschub geben. Im Optimalfall kann Anfang Dezember das erste Punktspiel im "neuen Wohnzimmer" stattfinden. "Der Arena-Name CU steht einerseits für Kupfer, aber andrerseits als "See you" für die Hoffnung, dass uns viele Zuschauer in der neuen Halle besuchen werden", so Landau. Auch wenn der Volleyballsport im Vordergrund steht, sollen die Spiele Eventcharakter bieten, um "Familien und Kinder in die Arena zu locken."

Die Bedingungen für eine erfolgreiche Saison sind damit wohl besser als je zuvor. Insgeheim dürfte die Chef-Etage nicht nur auf einen Spitzenplatz in der Bundesliga schielen, sondern auf einen Titel spekulieren. Und um dem Traum vom Titel Ausdruck zu verleihen, lud Bernhard Schleiden, Stellvertreter von Bezirksamtsleiter Torsten Meinberg, das Team zur möglichen Meister-Sause ins Harburger Rathaus ein. "Am Ende der Saison würden wir uns freuen Sie als Meister, Vizemeister, Pokalsieger oder Vize-Pokalsieger, hier bei einem Empfang in das Harburger Rathaus einladen zu können." (pw)