110729fsc Altenwerder- Im Süderelberaum geht das Derbyfieber um. Die Vorfreude auf den Uralt-Klassiker zwischen dem FTSV Altenwerder und FC Süderelbe ist riesengroß. Und das die Partie gleich am ersten Spieltag der neuen

Landesliga-Saison 2011/2012 stattfindet (15:00, Jägerhof), verleiht dem Lokal-Derby zusätzlich Würze.

Das findet auch Süderelbe-Trainer "Jonny" Richter: "Auf der einen Seite ist es ein Duell, bei dem es um drei Punkte geht, andrerseits aber auch ein Derby, dass zusätzlich noch am ersten Spieltag stattfindet - das erhöht vielleicht die Spannung." Für Altenwerders Coach Thorsten Bettin ist das Spiel ein Wiedersehen mit ehemaligen Kollegen und Freunden. Der erfahrene Übungsleiter saß über sechs Jahre auf der gegnerischen Bank. "Ich freue mich wahnsinnig viele alte Bekannte zu treffen." Auch wenn er am Sonntag kein "Kuschelderby" möchte, "beinharte Rivalität oder gar Ablehnung" empfindet Bettin nicht. Das gleiche Ziel indes, mit drei Punkten und viel Rückenwind in die Saison zu starten, verfolgen beide. Richter, der als junger Trainer noch keine vergleichbaren Derbyerfahrungen vorweisen kann, meint: "Wir haben ein hartes Auftaktprogramm, da würde uns ein Sieg gleich zu Saisonbeginn sicher helfen und gut tun."

 

Da der Kiesbarg zurzeit umgebaut wird und statt Fußbällen der Bagger rollt, trainierte der FCS in der Vorbereitung am Jägerhof- die Trainingsstätte des FTSV. Auch wenn die Kontrahenten zur gleichen Zeit auf den Grantplätzen trainierten, Späher hat weder der eine noch der andere Coach ausgesandt. "Ich habe Altenwerder in der letzten Saison mehrmals beobachtet und weiss ungefähr wie sich die Mannschaft ausrichten wird. Außerdem sind wir ja auch im Amateurbereich und nicht in der Bundesliga, wo man Scouts zum Abschlusstraining schickt", so Richter. Auch Bettin hat sich mehr mit sich selber und seiner Trainingssteuerung beschäftigt. "Ich gehe das Spiel, trotz des Derbycharakters, genauso wie jedes andere an."

Ein hartes und enges Spiel ist dennoch zu erwarten. Beide Trainer erwarten ein Spiel bei dem viel über den Kampf entschieden wird. Bettin schiebt zwar als Aufsteiger die Favoritenrolle gekonnt dem Gegner zu, erhofft sich aber aufgrund der Vielzahl von erfahrenen Spielern, einen Vorteil:"Wir haben viele ältere Spieler im Kader, die viel Routine besitzen. Die Zurückhaltung begründet er so: "Wir sind neben Este der einzige Verein, der den Spielern nichts zahlt". Außerdem ist für Altenwerder die Landesliga erstmal wieder Neuland, da kann das Ziel nur Klassenerhalt heißen.

Unterschätzen wird Süderelbe den Gegner aber nicht: "Der FTSV hat richtig gute Spieler, da müssen wir wachsam sein. Wir wollen das technisch starke Spiel unterbinden." Besonders bitter ist der Ausfall der Stammkräfte von Julian Scheibner und Torjäger Mümin Mus. Ersetzen wird ihn im Angriff wohl Daniel Rossa, der das Spiel mit gemischten Gefühlen bestreiten dürfte. Denn in der letzten Spielzeit trug er noch das Jersey des FTSV, ab Sonntag muss die alte Liebe aber für 90 Minuten ruhen. Dann wird er für den FCS auf Torejagd gehen.

Ein echter Zuschauermagnet wird das Derby auf alle Fälle, Bettin erwartet bis zu 600 Zuschauer. Spannung und gute Stimmung sind also garantiert. (pw)