Rad07Harburg - Eine runde Sache, im wahrsten Sinne des Wortes, waren die deutschen Meisterschaften im Hallenradsport in Harburg. Das Event war ein Publikumsmagnet und lockte am Freitag

und Samstag über 1000 Zuschauer in die Halle Kerschensteiner Strasse. Karl-Heinz Knabenreichs Ankündigung, "die Fans würden in den Genuss knallharter "Fights" und "Weltklasse- Artistik" kommen", bewahrheitete sich Lange "Ohhs" und "Ahhs" glitten den Besuchern vor Begeisterung und Ungläubigkeit über die Lippen. Die Sportler boten in den Disziplinen Radball, Radpolo und Kunstradfahren packende und unterhaltsame Szenen, die tatsächlich eher an Zirkusakrobatik erinnerten. Die Kunstradfahrer, darunter die Elite mit Simon Puls, zeigten Schrauben, Drehungen und Handstand auf dem Lenker. Die Damen im Radpolo bewiesen Geschick und Ballgefühl, bei den Sportlern im Radball wurde um das runde Leder gekämpft. Immer wieder stießen die Fahrer hörbar mit ihren Bikes zusammen, Stürze ließen sich dabei nicht gänzlich vermeiden. Schwere Verletzungen aber blieben aus.

Die "Radler" waren für die beiden Tuniertage aus ganz Deutschland angereist und erhielten tolle Unterstützung von den Rängen. Die Fanclubs der einzelnen Teams peitschten "ihre Jungs" lautstark nach vorne. Manfred Sigmund, Mitinitator der Veranstaltung, zeigte sich begeistert: "Die Halle war richtig voll und es herrschte eine super Stimmung. Wir sind alles in allem hoch zufrieden." Ralf- Dieter Fischer, Kreisvorsitzender der CDU, lobte "die gute Organisation und bedankte sich bei allen freiwilligen Helfern für ihr Engagement."

Besonders mitgefiebert haben die Zuschauer bei den Radballspielen der Elite. Im Finale setzte sich Ehrenberg gegen Ginsheim mit 5:2 durch. Zusammen mit Gätringen, die das Spiel um Platz 3 gewannen, qualifizierten sich die Teams für die Mutter aller Turniere- die Weltmeisterschaft. Bei den Damen wusste die Besetzung, mit Jennifer Knocke und Anika Müller aus Etelsen zu gefallen. Mit sieben Toren im Endspiel schossen sie sich an die Spitze.

Mindestens genauso atemberaubend waren die Kunstradfahrer der Herren. Die absolute Creme de la Creme präsentierte sich mit den Stars David Schnabel und Simon Puls. Schnabel war nach der traumhaften Vorstellung und Gold, Ziel vieler Autogrammjäger. Puls musste sich am Ende mit dem vierten Rang begnügen. Nach dem sportlichen Teil wurde im Klubheim des Ausrichters, dem Harburger Turnerbund, gefeiert und auf ein ereignisreiches Sportwochenende angestoßen. (pw)