100905süderelbevs.lieth5Neugraben- Der Trainer des FC Süderelbe Jean- Pierre Richter hatte "Näschen" bewiesen. Im Punktspiel gegen den letzten aus Lieth, wechselte er beim  Spielstand von 0:0 Rückkehrer Lukas Wiese ein. Fünf Minuten vor Ende stach der Joker und erlöste Fans und

Mannschaft. Für den neutralen Beobachter ein perfektes Drehbuch mit dem Höhepunkt zum Schluss. Es war wohl eine ganze Kette von glücklichen Zufällen, die bei den Neugrabenern Jubelstüme auslösen konnte. Denn Lukas Wiese wechselte in vor Saisonbeginn zum TSV Buchholz 08, die Perspektive Oberliga reizte. Doch dann die Wende: Kurz vor Transferschluss kam er zurück nach Neugraben. Die Mitspieler staunten nicht schlecht, als der "Blondschopf" die Kabinentür öffnete. Das Ganze lässt sich in drei Worten zusammenfassen: Comeback, Einwechslung, Siegtor. Und wer weiss wie es gekommen wäre, wenn sich die Kollegen in den 70. Minuten zuvor nicht so schwer getan hätten. Die ersten zwanzig Minuten gefiel der Gast aus Lieth mit viel Kampfbereitschaft und Entschlossenheit, früh wurde Süderelbes Abwehr attackiert. Darunter litten die Offensivbemühungen der Hausherren, die Stürmer bekamen zu wenig Unterstützung aus dem Mittelfeld. Lieth versuchte mit wenig Kontakten das Angriffspiel zu zelebrieren, in der 35. Minute hatte dann Gerrit Warncke den Führungstreffer auf dem Fuß und die wenig mitgereisten Fans den Jubelschrei auf den Lippen. Doch Süderelbes Torwart Christian Meyer tauchte blitzschnell ab und hielt den Schuss. Bei den Neugrabenern hatte das den typischen Hallo-Wach Effekt, auf dem Flügel zündete Davis Mc Cash den Turbo und schloss ab. Doch auch Lieths Nummer eins bewies Nervenstärke und gutes Stellungsspiel, den Nachschuss setzte Menges an die Latte. Das hätte ein Tor sein müssen. Kurz nach Wiederanpfiff knüpfte Süderlebe nahtlos dort an, wo sie aufgehört hatten: Im Chancen vergeben. Es war wie verhext, auch Stürmer Schröder konnte völlig frei, den Ball nicht im Tor unterbringen. Das Vollstrecker-Gen hatten die Akteure wohl in der Kabine gelassen. Der100905süderelbevs.lieth4 Trainer fand dafür nur ein Wort: "ausbaufähig." Wenig später sah Süderelbe wegen einer Tätlichkeit rot. Doch auch mit zehn Mann gelang dann der hoch verdiente Siegtreffer. Eine Hereingabe ließ Schröder "tropfen", nach dem Schuss von Wiese war es vollbracht. Lieth trat zwar engagiert auf, konnte sich die ein oder andere Möglichkeit erspielen, in der zweite Halbzeit aber verlor das Team die Linie. Und wenn man selbst in Unterzahl ein Gegentor eingeschenkt bekommt, ist es schwer auswärts Punkte mitzunehmen. Am Ende hatte auch Richter ein Lächeln auf den Lippen und sagte: "Wir mussten lange Zittern, aber wenn man dann in Unterzahl gewinnt ist das schon klasse. Der Sieg und Platz fünf wird der Mannschaft Sicherheit geben, mit breiter Brust fahren wir jetzt nach Quickborn."  (pw)

 

 

 

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