Harburg – Frust beim Harburger Team channel racer! Beim achten Saisonlauf der RCCO Slotcar-Meisterschaft beim ADAC Hansa in der Amsinckstraße trumpfte Teamchef

Andreas Göhring zunächst groß auf, dann entdeckte Rennleiter Matthias Parke bei der technischen Kontrolle nach dem Finale einen Regelverstoß. Im technischen Reglement der Rennserie heißt es unter Artikel T6i: „Die maximale Länge vom vordersten Punkt des Leitkiels zur Rückwand des Hinterachsträgers des Chassis (ohne Schrauben) beträgt 14,50 cm.“ Am McLaren MP1 GT3 (Maßstab 1:24) von Göhring wurden aber 14,51 Zentimeter gemessen. Die Folge: Der Fahrer wurde im Endklassement um zehn Plätze nach hinten versetzt.

„Das ist schon bitter“, sagt Göhring. „Obwohl ich den ganzen Tag ziemlich Stress hatte, war ich beim Rennen gut in Form.“ Im freien Training fuhr er eine überlegene Bestzeit – zwei Zehntelsekunden vor seinem Teampartner und Technikchef Robert Müller. Was für ein Auftakt: Doppelführung für die beiden McLaren aus Harburg!

Dass das kein Zufall war zeigte sich dann im Qualifying. „Das ist reine Nervensache“, sagt Göhring. „Erst eine Einführungsrunde, dann eine fliegende Runde auf Zeit. Wer da einen Fehler macht, fliegt raus.“ Er entschied sich, im Qualifying auf Sicherheit zu fahren. Und staunte nicht schlecht, als er die Zeit erfuhr: nur eine Zehntelsekunde schlechter als im freie Training und wieder zwei Zehntelsekunden Vorsprung auf den Zweiten. Das war diesmal Titelverteidiger und Tabellenführer Jürgen Stüdemann (Porsche 917).

Die besten 16 Fahrer ermittelten dann im K.-o.-System den Sieger. Für Göhring lief alles glatt, ohne Probleme kämpfte er sich bis ins Finale durch, traf dort auf Stüdemann, verlor knapp und freute sich über seine beste Saisonplatzierung. Dann griff Matthias Parke zur Schieblehre...  bb