150310SeniorenHarburg – Es geht schneller, als mancher denkt:  Plötzlich ist man 58 Jahre alt. Und wenn man dann noch im Bezirk Harburg wohnt, kann man schon für den Seniorenbeirat

kandidieren und die Interessen älterer Menschen vertreten. Im Frühjahr 2013 sind die 15 Mitglieder des aktuellen Beirats gewählt worden. Sie alle haben inzwischen die Erfahrung gemacht, dass man ganz dicke Bretter bohren muss, wenn man in der Politik etwas verändern will. Nach der Hälfte seiner vierjährigen Amtszeit hat sich der Beirat zusammen mit seinem Vorsitzenden Friedrich-Wilhelm Jacobs mit Vertretern aller sieben in der Bezirksversammlung vertretenen Parteien im Rathaus getroffen.

„Wir wollten einfach mal Erfahrungen austauschen“, sagt Günter Lange vom Beirat. „Vor allem aber wollten wir die Politiker über unsere Arbeit informieren.“ Klar, dass dabei auch ein Dauerbrenner der Harburger Kommunalpolitik zur Sprache kam – nämlich die Forderung nach einer behindertengerechten Toilette in der Harburger Innenstadt.

„Wenn man was erreichen will, muss man oft nur ganz kleine Schritte machen“, sagt Lange. Wie zum Beispiel der Hinweis auf ein nicht ganz behindertengerechtes Buswartehäuschen vor der Arbeitsagentur am Harburger Ring. Da fehlt eine Markierung für Blinde, sie können sich an dem Häuschen stoßen.. Es gehe aber auch um die Vermeidung von Altersdiskriminierung und Isolation, um Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und um eine angemessene Versorgung Kranker, Pflegebedürftiger und Sterbender, sagt Lange. ag