150225BoeddinghausHamburg – Wer hätte das gedacht. Jetzt sind im Hamburger Rathaus sogar zwei Fraktionsvorsitze in Harburger Hand. Leider sind es in beiden Fällen Oppositionsparteien.

Nachdem die CDU André Trepoll zu ihrem Spitzenmann in der Bürgerschaft gekürt hat, darf auch Sabine Boeddinghaus ganz vorn auf dem Bänkchen sitzen. Sie soll diese Spitzenfunktion für die Partei die Linke ausfüllen. Das Amt muss sie sich aber mit Cansu Özdemir teilen. Damit Boeddinghaus diesen Posten bekommen konnte, musste erst einmal Spitzenkandidatin Dora Heyenn abserviert werden. Die Fraktionsmitglieder der Linken hatten am Wochenende mit sechs zu fünf Stimmen eine Doppelspitze beschlossen. Die Idee dazu sollen Norbert Hackbusch und Sabine Schneider gehabt haben, die mit einem entsprechenden Antrag der bisherigen Fraktionsvorsitzenden in den Rücken fielen. Parteihopperin Boeddinghaus, die nach der Pleite mit ihrer Initiative „Eine Schule für Alle“ der SPD den Rücken gekehrt hatte, muss jetzt einer Fraktion vorstehen, durch die durch den „Königinnenmord“ gespalten sein dürfte. zv