141229stoeverHarburg – Hamburg Zukunft liegt im Süden. Dieser Spruch gilt vermutlich noch die nächsten Jahrzehnte. „In Harburg werden im Hinblick auf Investitionen vom Senat nur

Minimalanforderungen erfüllt“, sagt Birgit Stöver (CDU). Der Sprung über die Elbe hat nach kurzer Stippvisite in Wilhelmsburg eine Drehung gemacht und landet jetzt in den östlichen Stadtteilen. Das sieht auch Dr. Kurt Duwe (FDP) so: „In Wahrheit ist  der ‚Sprung über die Elbe‘ auf der Elbinsel stecken geblieben. Dort werden alte Projekte gerade noch abgeschlossen, darüber hinaus gibt es keine finanziellen Mittel mehr.“

Selbst bei den „Basics“, grundlegenden Infrastrukturmaßnahmen, wird gespart. „Im Haushalt 2013/2014 wurden die Investitionsmittel für den Harburger Binnenhafen zunächst von 3,9 Millionen auf 2 Millionen Euro nahezu halbiert“, sagt Stöver. „In 2015 werden sie erneut drastisch gesenkt. Dann stehen dafür lediglich eine Million Euro zur Verfügung. Damit wird die für ganz Harburg impulsgebende Weiterentwicklung der Schlossinsel erheblich verzögert.“ Sie fordert einen ganzen Katalog von Maßnahmen, die aus den großspurigen Ankündigungen der Vergangenheit, Taten werden lassen soll. Dabei geht es um die Bereitstellung von Mitteln, die die Eigenentwicklung Harburgs fördern, wie den Bau einer Landschaftsbrücke, die keine „Hühnerleiter“, sondern eine echte Anbindung des Binnenhafens über die Bahnlinie hinweg werden soll, oder die Verlegung der 380-KV Hochspannungsleitung im Binnenhafen. Aber auch überregionale Infrastrukturmaßnahmen, wie die Verlängerung der U4 bis in den Binnenhafen und später weiter in die Metropolregion, sind dabei.

Das Fazist von Stöver: „Das aktuelle Rahmenkonzept des Senates ist im Bezug auf Harburg auf den Binnenhafen beschränkt. Die Umsetzung ist nicht konkret, sondern nebulös gehalten.“ zv