141017WolkauHarburg – Einen Tag nach dem spektakulären Parteiwechsel des Grünen-Fraktionsvize Kay Wolkau zu den Neuen Liberalen ist rund um das Harburger Rathaus wieder Ruhe

eingekehrt. Grünen-Vorstandssprecher Robert Klein hat Wolkau zwar aufgefordert, sein Mandat zurückzugeben. Das hat Wolkau offenbar aber nicht sonderlich beeindruckt.

Auch das Gerücht, das ein Hamburger Fernsehsender verbreitete, nach Wolkau liebäugelten noch mehr Harburger Grüne mit den Neuen Liberalen, ist bisher nicht bestätigt worden. „Dafür gibt es keine Anzeichen“, sagt Fraktionschefin Britta Herrmann.

Wolkau muss es also zunächst als Einzelkämpfer in der Bezirksversammlung versuchen. Leicht ist das nicht. Ohne Fraktionsstatus gibt es weniger Redezeit und auch weniger Zuschüsse. Außerdem dürfte es für Wolkau schwierig werden, in allen acht Fachausschüssen, in zwei Regionalausschüssen und im Hauptausschuss vertreten zu sein . Auch für seine sechs Ex-Fraktionskollegen hat Wolkaus Schritt Folgen, wenn auch nur geringfügige. Der Fraktionszuschuss verringert sich um 472,88 Euro.

Ob Wolkau im Februar als Neuer Liberale für die Bürgerschaft kandidiert, ließ er bisher offen. Bei den Grünen hatte er noch auf eine Kandidatur verzichtet. ag