PostHarburg –  Der Hauptausschuss der Bezirksversammlung Harburg hat am Dienstagabend dem Aufbau von weiteren knapp 200 Plätzen für Flüchtlinge vor

der Zentralen Erstaufnahmestation (ZEA) auf dem Neuländer Platz zugestimmt. Diese Entscheidung fiel einstimmig. Nun wollen SPD, CDU, die Grünen, die Linke, AfD und FDP noch ein paar Wünsche für die Unterbringung der Flüchtlinge formulieren.

Eine Forderung ist auf Antrag der Linken schon beschlossen worden. Innenbehörde und ZEA-Betreiber fördern & wohnen sollen dafür sorgen, dass die alte Postkantine in der ZEA nicht nur dreimal täglich während der Essensausgabe geöffnet wird. Sie soll vielmehr als Aufenthaltsraum für die Flüchtlinge den ganzen Tag zugänglich sein.

Ob die Zustimmung und eine noch zu formulierende Stellungnahme allerdings die Innenbehörde interessieren, sei dahingestellt. Die hatte nämlich angesichts ständig wachsender Zahlen von Bürgerkriegsflüchtlingen und wegen des großen Zeitdrucks auf die gesetzlich vorgeschriebene Mitwirkung des Bezirks verzichtet. „Wenn man uns das Recht verweigert, nehmen wir es uns einfach“, sagte SPD-Fraktionschef Jürgen Heimath. Ändern wird das allerdings nicht viel. Zunächst sollen Zelte aufgestellt werden, später dann Wohncontainer.

Am 23. September haben die Harburger noch einmal Gelegenheit, während der Bezirksversammlung in der Bürgerfragestunde (Beginn 17.30 Uhr) Verwaltung und Bezirkspolitik um Auskunft zur Unterbringung der Flüchtlinge im Bezirk zu bitten. ag