Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk Foto: zvHeimfeld - Es waren versöhnliche Worte, die Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk (GAL) bei der Veranstaltung des Wirtschaftsvereins im Hotel Lindtner fand. Immerhin war sie nicht in die Entwicklung des Konzeptes "Visionen 2020/50" eingebunden gewesen. Dann hatte man noch die Präsentation des Konzeptes, dass die mögliche Entwicklung Harburgs in den kommenden Jahrzehnten beschreibt, Wirtschaftssenator Axel Gedascho überlassen. Böse Worte bekamen die Zuhörer im bis auf den letzten Platz gefüllten Saal nicht zu hören. "Ich kann keine eingehende Diskussion leisten", sagte Hajduk zu dem Papier, "es ist noch zu frisch." Hajduk lobte aber das "positive Konzept", die starke Einbindung der TU und die Erschließung neuer, qualitativ höherwertiger Wohnquartiere. "Die Vision 2020/50 ist ein sehr selbstbewußtes, selbstkritisches strategisches Papier", so Hajduk. Sie machte aber auch klar, dass der Senat andere Prioritäten hat und für die Verwirklichung der Harburger Pläne mittelfristig kein Geld da sei. Priorität, dass stellte sich bei ihrer Rede heraus, haben Verkehrsprojekte wie die Hafenquerspange und die Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße, die "eine ganz neue Entfaltungsmöglichkeit" für Wilhelmsburg bieten würde. Dabei hätten der Umweltschutz und der Lärmschutz hohe Priorität. Konkreter wurde es nicht. Vor allem nicht was den Zeitrahmen und die praktische Umsetzung der Pläne angeht. (zv)