140725SommertourHarburg – Die Rundreise durch Harburg, kurz Sommertour, ist mittlerweile Tradition bei der SPD. Wenn im Rathaus in Hamburg nix los ist, tourt der Fraktionsvorsitzende

der SPD, Andreas Dressel, mit Bürgerschafts- und Bezirksabgeordnete im Schlepp, durch den Bezirk. Die Stationen in diesem Jahr: das DRK-Harburg, dass gerade sein 125jähriges Bestehen feiert. Geschäftsführer Harald Krüger gab einen Einblick in die breite Palette der Angebote. Das DRK Harburg ist mittlerweile drittgrößter Arbeitgeber im Stadtteil, der 98 Prozent der Gelder selbst erwirtschaftet und lediglich zwei Prozent der Kosten über spenden finanziert.

Im Café MyToro im Fußgängertunnel, der die Lüneburger Straße mit der Seevepassage verbindet, kam Dressel mit City Managerin Melanie-Gitte Lansmann, die Geschäftsführerin von Karstadt Harburg, Nina Wedler, sowie der Harburger Projektentwickler Udo Stein zusammen. Die Themen: die etwas schwache Resonanz der Harburger auf das kulturelle Angebot in der Galerie MyToro, der fehlende attraktive Branchenmix in der Innenstadt und Harburg „Schandfleck“, das Harburg-Center, das nach einem angeblichen Besitzerwechsel nicht den Eindruck macht, als würde sic h dort etwas bewegen. Klar, dass man das „Potential“ beschwor, das Harburg habe. Eine richtig gute Nachricht kam von Nina Wedler. Der Karstadt-Standort Harburg sei in keiner Weise gefährdet.

Auch ein Thema: der Rieckhof. Geschäftsführer Jörn Hansen bemängelte die rechtliche Konstruktion, unter der das Veranstaltungszentrum geführt werden müsse. Die rechtliche Konstruktion verhindere, dass der Rieckhof Instandhaltungsrücklagen bilde. Und das sei bei einem dreißig Jahre alten Gebäude, bei dem zwangsläufig Reparaturen anfallen, höchst problematisch. Dies umso mehr als – aus guten Gründen – die Sicherheitsauflagen für Veranstaltungshäuser immer strenger werden.

Zum Abschluss der Tour stand das Helms-Museum auf der Agenda. Hier begrüßte Professor Rainer-Maria Weiss die Abgeordneten und bat sie in sein Arbeitszimmer. Denn von dort aus hat man einen Logenplatz mit Blick auf die Bauarbeiten für die neue Bühne des Theaters Harburg. An diesem Anblick dürfte sich Dressel besonders erfreut haben. Der Bau der neuen Bühne war von der SPD-Fraktion auf den Weg gebracht worden. Drei Millionen Euro aus dem "Sanierungsfonds Hamburg 2020" zur Verfügung gestellt. Eine Wiedereröffnung zur neuen Spielzeit im November ist angepeilt.

Bei der Gelegenheit konnte Museums-Direktor Weiss auch noch einen Termin ankündigen. Am 30. Oktober wird Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz die Ausstellung „Mythos Hammaburg“ eröffnen, die in Harburg im Helms-Museum zu sehen ist. zv