FischerRalf-Dieter2Harburg – Bis auf kleines innerparteiliches Geplänkel steht die Harburger CDU auch nach der Wahl zur Bezirksversammlung ziemlich geschlossen dar. Kreischef

Ralf-Dieter Fischer ist einstimmig in seinem Amt als Fraktionsvorsitzender bestätigt worden. Rainer Bliefernicht bleibt sein Vize, für den erkrankten Ernst Hornung rückt Uwe Schneider in den Fraktionsvorstand auf. Weitere Entscheidungen gab es bei der CDU noch nicht. So ist noch nicht klar, ob Michael Hagedorn erneut für das Präsidium der Bezirksversammlung kandidiert.

Überhaupt  ist die Zusammensetzung des Präsidiums offen. Bisher war die SPD mit Manfred Schulz und Horst Kremer gleich zweimal vertreten, unterstützt von Hagedorn. Jetzt werden offenbar schon rechnerisch die Grünen einen Sitz im Präsidium beanspruchen können, bei einer möglichen Kooperation von Rot/Grün wäre das ohnehin wohl Bestandteil eines Koalitionsvertrags.

Geknirscht hat es in der CDU zwischen den Ortsverbänden Harburg-Süd und Harburg-Mitte, die sich vor Jahren noch gemeinsam einen Plan zum Sturz von Ralf-Dieter Fischer aushecken wollten. Jetzt gab es Streit um die Plakatierung. Der Ortsverband von Rainer Bliefernicht hatte es trotz eines Fairnessabkommens gewagt, im „Hoheitsgebiet“ des Ortsverbands von Birgit Stöver für eigene Kandidaten zu werben. Der Streit war eskaliert, schließlich drohte man sich mit Strafanzeigen. Kreiswahlkampfleiter Uwe Schneider: „Das ist erschreckend, befremdlich und einer Partei wie der CDU nicht würdig.“ Kreischef Fischer sollte ein ernstes Wort mit Bliefernicht reden, lehnte dies offenbar aber ab.

Trotzdem: Die CDU steht nach außen geschlossen dar. Das hoffen die Grünen auch, noch ist aber nicht ganz klar, wer Fraktionsvorsitzender wird, Britta Hermann oder Kay Wolkau. Das soll nun am 19. Juni entschieden werden. Die Linke will ihren Fraktionsvorstand schon eine Woche früher wählen, bei der SPD steht noch kein Termin fest. ag