PhoenixcenterHDRHarburg - Das war zu erwarten: Die Bezirksversammlung hat mit großer Mehrheit der Erweiterung des Phoenix-Centers zugestimmt – gegen die Stimmen von FDP und

Linke. Heinke Ehlers von den Grünen hat sich anders als ihre Fraktionskollegen der Stimme. Sie sieht immer noch Klärungsbedarf und hätte die Abstimmung am liebsten verschoben. Doch das passte dem Harburger Baudezernenten Jörg Penner, ebenfalls ein grüner Parteigänger, nun gar nicht: „Das wäre das Falscheste, was wir tun könnten. Die Investoren sind jetzt schon verunsichert und wollen endlich eine Entscheidung.“

Wie berichtet sollen im Untergeschoss des Phoenix-Centers einige hundert Stellplätze wegfallen  und durch rund 20 kleinere Ladengeschäfte ersetzt werden. Für Muammer Kazanci (SPD), Vorsitzender des Stadtplanungsausschusses, ist das die einzig richtige Antwort auf „die zentrale Frage“ für die Harburger Innenstadt: Wie positionieren wir diesen Einkaufsstandort  in Konkurrenz zu Umlandgemeinden wie Buchholz oder Buxtehude, aber auch zum Luna-Park in Wilhelmsburg oder zur Hamburger City?

Carsten Schuster (FDP) hat sich diese Frage auch gestellt, kommt aber zu einem anderen Ergebnis: Wenn es denn in der Harburger Innenstadt den Bedarf für weiter rund 20 kleinere Ladengeschäfte gebe, warum sollen die dann nicht in der Fußgängerzone Lüneburger Straße gefunden werden? Im Übrigen zweifele er die Objektivität des Einzelhandelsgutachtens an, auf das sich die Befürworter einer Erweiterung berufen.

In der Bürgerfragestunde hatte es zuvor ebenfalls Kritik an der Erweiterung gegeben. Für Konditormeister Dierk Eisenschmidt ist sie gar „der Todesstoß für die Harburger Innenstadt“. Und Marquart-Geschäftsführer Oliver Krüger wiederholte ncoh einmal sein Urteil über das Planverfahren: „Wir sind abgebügelt worden.“ Die Argumente der Geschäftsleute aus der „Lü“ seien entweder überhaupt nicht berücksichtigt oder mit fadenscheinigen Begründungen zurückgewiesen worden. Deshalb werde jetzt geklagt. ag