140228Wersich1Harburg – Der Treffpunkt war bedacht gewählt: Vor knapp zwölf Jahren versprach hier Bürgermeister Ole von Beust bei der Grundsteinlegung für

den ersten Anbau am historischen Kaispeicher der benachbarten Schlossinsel die Freiheit von allen baurechtlichen Hürden des Hafengebiets.  Jetzt war mit Dietrich Wersich wieder der aktuelle Frontmann der CDU nach Harburg gekommen – allerdings als Oppositionsführer. Da kann man nicht viel versprechen, und deshalb ging es für Wersich vor allem um Informationen.

Und die bekam er beim ersten Halt seiner Bezirksreise unter dem Motto „Zufrieden leben im Stadtteil“ in der Backstube Wedemann am Veritaskai von140228Wersich2 kompetenter Seite. Seine Gesprächspartner: Arnold G. Mergell, Udo Stein und Uta Rade vom Wirtschaftsverein, dazu die CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Birgit Stöver und André Trepoll. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Bilanz: Wie hat sich die Schlossinsel – und überhaupt der gesamte Binnenhafen –  zwölf Jahre nach jener, für Harburg so wichtigen Entscheidung von Ole von Beust entwickelt? Wie kommen die Bereiche Wohnen und Gewerbe miteinander aus? Gibt es Störfaktoren? Die Erfahrung aus dem neuen Harburger Stadtquartier sind klar: Wohnen und die Dienstleistungsbranche – das geht.

Birgit Stöver: „Wir waren uns auch darüber einig, dass studentisches Wohnen die Harburger Innenstadt wieder beleben kann. Das ist der richtige Weg.“  Von den Vertretern des Wirtschaftsvereins sei aber auch der Wunsch geäußert worden, wieder stärker Flächen für hochwertigen Wohnungsbau auszuweisen. Der Hinweis sei nicht neu, offenbar bestehe aber weiterhin ein großer Bedarf nach Grundstücken zum Beispiel für TU-Professoren.

Alle Gesprächsteilnehmer waren sich auch über ein Defizit der Hamburger Wirtschaftspolitik einig: Es gebe nach wie vor mit dem HIT Technopark in Bostelbek in Hamburg nur eine Einrichtung dieser Art. Das sei zu wenig, es gebe einen riesigen Bedarf – und Harburg habe durchaus auch noch Flächen anzubieten. ag