TrepollAndreHarburg – Was ist da los in der Harburger CDU? Alles in Ordnung, sagt Kreischef Ralf-Dieter Fischer: „Im Gegensatz zu einigen anderen Harburger Parteien herrscht bei uns

Geschlossenheit.“ Dafür spreche auch, dass er bei nur zwei Nein-Stimmen in seinem Amt als Parteivorsitzender bestätigt worden ist.

Für wie lange eigentlich? Fischer: „Für zwei Jahre.“ Sein Stellvertreter, der Bürgerschaftsabgeordnete André Trepoll (Foto) sagt dagegen: „Für ein Jahr, dann werde ich Kreisvorsitzender. So ist das besprochen worden.“  Das scheint tatsächlich nicht aus der Luft gegriffen zu sein. Birgit Stöver, der eher eine kritische Haltung zu Fischer nachgesagt wird, bestätigt, dass man sich intern auf Trepoll als Nachfolger von Fischer geeinigt hat. Die Bürgerschaftsabgeordnete, Vorsitzende des CDU-Ortsverbands Harburg-Mitte und dreifache Mutter hat zurzeit und auch mittelfristig offenbar keine Ambitionen auf den Kreisvorsitz.

Trepoll: „Ich leite jetzt den Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum gewaltsamen Tod der drei Jahre alten Yagmur. Das dauert etwa ein Jahr.“ Danach sei er bereit, den Kreisvorsitz zu übernehmen. Und Uwe Schneider werde neben Rainer Bliefernicht zweiter stellvertretender Vorsitzender. So sei das auch mit Schatzmeister Harald Krüger und Schriftführerin Birgit Stöver besprochen.

Ralf-Dieter Fischer nimmt das zur Kenntnis: „Ich muss nicht zwei Jahre Kreisvorsitzender bleiben. Voraussetzung für einen Wechsel ist, dass sich alle einig sind. Ich will keinen zerstrittenen Haufen hinterlassen.“

Unterdessen sorgt ein anderer Parteifreund nicht nur innerhalb der Harburger CDU für Irritationen. Gerd Kotoll, Kandidat für die Bezirksversammlung im Wahlkreis Mitte, bringt sich immer wieder mit Äußerungen ins Gespräch, die so gar nicht zum eher liberalen Profil der Harburger CDU passen. Und er hat auch dafür gesorgt, dass sie nicht unbemerkt bleiben. Auf Facebook hat Kotoll innerhalb kurzer Zeit knapp 2500 „Freunde“ erobert, die er nun mit seiner Weltsicht „beglückt“. Kostprobe: „Um mir die Nahles schön zu saufen, bräuchte ich Methyl-Alkohol. Der macht blind...“ Da wird der Stammtisch aber lachen!

Irritierend sind vor allem jene Stellen, in denen sich Kotoll mit einem „gefällt mir“ zu den Äußerungen anderer bekennt. Am 29. Dezember 2013 gefiel ihm zum Beispiel dies Posting:

„Bürger aus Hamburg, wacht endlich auf. Die Linken sind kranke und feige Schweine, die eingesperrt gehören.“  Kotoll ist bei Facebook auch mit der „Identitären Bewegung “ befreundet, die das Bundesamt für Verfassungsschutz als „virtuelle Erscheinungsform des Rechtsextremismus“ bezeichnet.

„Ich glaube, wir sollten mal mit ihm reden“, sagt André Trepoll. Nur zu! ag