TrepollAndreNeugrabenAndré Trepoll (36) wird Vorsitzender des Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Fall des Todes der dreijährigen Yagmur.

Das Kind war vermutlich von ihrem Vater totgeschlagen worden. Der Untersuchungsausschuss soll die Rolle der Behörden in dem tragischen Fall untersuchen. Yagmur lebte bereits in einer Pflegefamilie, war aber im vergangenen August zurück zu ihren leiblichen Eltern gebracht worden. Dieses obwohl bereits die Staatsanwaltschaft gegen die leiblichen Eltern wegen Vorverletzungen von Yagmur ermittelte. Yagmur, die am 18. Dezember infolge von massiver Gewalteinwirkung an einem Leberriss starb, wies bereits viele andere Vorverletzungen auf und muss demzufolge bereits über Wochen hinweg gequält worden sein.
 
Ziel des Untersuchungsausschusses sei es, umfassend aufzuklären, wie es trotz klarer gesetzlicher Vorgaben und der hohen Sensibilität durch wiederholte Todesfälle von Kindern in Hamburg zum erneuten Versagen der staatlichen Schutz- und Wächterpflicht kommen konnte. Der Ausschuss soll zudem konkrete Empfehlungen erarbeiten, wie der Kinderschutz in Hamburg verbessert werden kann.
Der Jurist Trepoll ist verfassungs- und justizpolitischer Sprecher der Fraktion und verfügt über eine umfangreiche Erfahrung auf diesem Gebiet, denn er war bereits zwei Mal Mitglied in Untersuchungsausschüssen der Hamburgischen Bürgerschaft. Er übernimmt damit, nur ein Jahr vor den nächsten Bürgerschaftswahlen in Hamburg, eine besonders wichtige Aufgabe für die Oppositionsparteien.