130922JuergenHarburg - Jubel bei der ersten Prognose zur Bundestagswahl bei CDU, war im Landhaus Jägerhof, und SPD, war im Herbert-Wehner-Haus. Der feine Unterschied:

Die CDU konnte über ihr Ergebnis jubeln. Fast teilnahmslos nahm dagegen die SPD um 18 Uhr "ihre" Prognose entgegen. Und dann Riesenjubel im Herbert-Wehner-Haus: Die FDP ist raus. "Na endlich!", rief eine Genossin. Fraktionschef Jürgen Heimath hielt es in dem Moment nicht mehr auf dem Stuhl (Foto) Die Prognose für die AfD überraschte hier keinen. Bei der SPD kennt man sich mit überraschenden Erfolgen von Protestparteien aus. Schillist überall. Langsam kommen die klaren Gedanken wieder. Heimath: "Natürlich bin ich mit unserem Ergebnis nicht zufrieden." Auch andere Bezirksangeordnete sind enttäuscht, sie hatten sich Rot-Grün gewünscht.

Bei der CDU im Jägerhof übten man sich ebenfalls in Schadenfreude. Dort wurde nicht der Absturz der FDP, sondern das schlechte Ergebnis der Grünen bejubelt. Fast ungläubig die Stimmung, als Hochrechnungen eine absolute Mehrheit für die CDU im Bundestag sehen. "Das ist ja eine Option, die man gar so auf dem Zettel hatte", so André Trepoll, Bürgerschaftsabgeordneter der CDU. Rainer Bliefernicht, CDU-Mann aus Marmstorf, hatte vorher schon die Vorteile einer großen Koalition gesehen., "Wer im Bund regiert, verliert im Land", so seine Prognose. In Hinblick auf die Bezirks- und Bürgerschaftswahl ist ihm eine große Koalition lieber. CDU-Kreischef Ralf-Dieter Fischer ist eine absolute Mehrheit auch nicht ganz geheuer. "Eine so knappe Mehrheit birgt immer großes Erpressungspotenzial aus den eigenen Reihen", diagnostizierte er in Hinblick auf die CSU. Für das eigene Ergebnis hatte er nur ein Wort. "Sensationell." ag/zv