130816SPDHarburg – Kaffee, Kuchen, Klose und ein Kandidat: Die „Kampa“ hatte ins Herbert-Wehner-Haus, der Harburger SPD-Zentrale eingeladen, um die Genossinnen und Genossen

noch einmal auf Metin Hakverdi einzuschwören – und dabei sollte auch etwas vom Glanz des früheren Hamburger Bürgermeisters und langjährigen Harburger Bundestagsabgeordneten Hans-Ulrich Klose auf den Kandidaten abstrahlen.

Das ist wohl auch notwendig, denn obwohl gefühlt an jedem Straßenbaum und jeder Laterne ein Plakat von Hakverdi lehnt, genug Leute kennen ihn noch nicht. Der Kandidat sieht sich dennoch auf einem guten Weg: „Am Anfang hatten wir tatsächlich ein Problem, aber wir haben uns jetzt einen Vorsprung erarbeitet.

Kreisvorsitzender Frank Richter, bei der Kandidatenkür im Wahlkreis Harburg/Bergedorf/Wilhelmsburg hauchdünn von Hakverdi geschlagen, gab dem erfahrenen Politiker Klose Gelegenheit, aktuelle Themen wie die Lage in Ägypten oder die Ausspähung der Bürger durch Geheimdienste einzuschätzen.

Kloses Aussage, die jetzt bekannt gewordenen Verletzungen des Datenschutzes seien erst der Anfang, ließ die Zuhörer schaudern. „Als nächstes werden die Brillen genutzt, um uns zu durchleuchten. Dann vielleicht die Zahnbürsten und wer weiß, was noch alles“, sagte Klose.

Für Hakverdi blieb da nicht mehr viel an Aufmerksamkeit übrig. Das war auch nicht wichtig, im Herbert-Wehner-Haus kennt ihn ohnehin jeder. Die Wahl wird woanders entschieden. ag