Richter,-Frank2Harburg - Die Chefs der beiden größten Parteien in Harburg sitzen fest im Sattel. Sowohl Frank Richter (Foto) bei der SPD als auch Ralf-Dieter Fischer (CDU) sind am Wochenende in ihrem Amt bestätigt worden. Bei der

Kreisdelegiertenversammlung der Sozialdemokraten im Schützenhof Marmstorf musste Frank Richter 29 Gegenstimmen hinnehmen, obwohl es keinen zweiten Bewerber um das Amt des Vorsitzenden gab. Für den Rechtsanwalt stimmen 40 Delegierte, acht enthielten sich. Richter: „Das war der Versuch, mir einen Denkzettel zu verpassen. Dieser Versuch ist aber misslungen.“

Der alte und neue Kreisvorsitzende brach bei dieser Gelegenheit auch sein Schweigen über seine politischen Zukunftspläne: „Ja, ich werde mich um die Kandidatur für den Bundestag bewerben.“ Damit gibt es mit dem Wilhelmsburger Metin Hakverdi und Richter nun schon zwei mögliche Kandidaten für den gemeinsamen Wahlkreis Harburg/Bergedorf/Wilhelmsburg.

 

„Diese mögliche Kandidatur steht aber nicht im Vordergrund meiner künftigen politischen Arbeit“, sagt Richter. Viel wichtiger seien die Wahlen im Jahr 2014. Dann werden am gleichen Tag die Abgeordneten für das Europaparlament und die Bezirksversammlung (zum ersten Mal getrennt von den Bürgerschaftswahlen) gewählt. Richter: „Es wäre fatal, wenn wir bei den Wahlen zur Bezirksversammlung eine ähnliche magere Wahlbeteiligung so um die 30 Prozent wie bei den letzten Europawahlen hätten.“

Viel Klarer fiel das Votum für Ralf-Dieter Fischer aus. Vor zwei Jahren war er noch nur mit knapper Mehrheit als Kreisvorsitzender bestätigt worden, diesmal stimmten 28 der 33 Mitglieder des CDU-Kreisausschusses für den Fischbeker Rechtsanwalt. „Ich freue mich, dass mir der Rücken gestärkt worden ist“, sagt Fischer. „Ich werte das als Beleg dafür, dass man mit meiner Oppositionsarbeit sehr zufrieden ist.“

Auch Fischers Stellvertreter, Rainer Bliefernicht und Inge Ehlers, wurden mit überwältigender Mehrheit in ihrem Amt bestätigt. Bei der Wahl des Schriftführers kandidierte überraschend der neue Vorsitzende des Ortsverbands Eißendorf, Uwe Schneider, gegen Helga Stöver und wurde auch mit großer Mehrheit gewählt. mz