120501OlafHarburg - Schlagfertig ist er, der Hamburger Bürgermeister, der zum 1. Mai im Rieckhof den Genossen die Ehre gab. Als Harburgs wohl bekanntester Linksautonomer die Bühne mit Plakat enterte, auf dem er "Olaf Scholz in Dschungelcamp"

forderte, winkte der gelassen ab. "Ich bin kein C-Promi und ich habe war Richtiges gelernt", konterte Scholz, der Jura studierte und als Anwalt zugelassen ist. Dann wandte er sich wieder dem überaus reifen Publikum zu, um erst einmal Harburgs Vorzüge als Industriestandort zu preisen und für seine Politik  und Mindestlohn zu werben.
Der Auftritt des Hamburger Bürgermeisters war der Höhepunkt des höchsten Feiertags der Arbeiterklasse in 120501Protest120501MaidemoHarburg. Zuvor waren knapp 400 Menschen gekommen, um mit Trommlern, Fahnen und Transparenten vom Sand zum Rieckhof zu ziehen. Mit dabei: Harburgs "Bürgermeister" Thomas Völsch und SPD-Kreischef Frank Richter. Brav nach Themen und politischen Gruppen sortiert, zog der Aufzug seine Runde durch die ansonsten noch recht leere Hamburger Innenstadt. Wer die Demonstration zu Gesicht bekam, der merkte schnell, dass sie Rote und Grüne, aber auch Rote und Knallrote nicht grün sind. Während vorn SPD-Fahnen flatterten, wurden hinten Plakate hochgehalten, auf denen Hamburgs SPD-Bürgermeister hart kritisiert wurde. Der eingeschlagene Sparkurs, der endlich die Stadt langsam von dem riesigen Schuldenberg runterkommen lassen soll, birgt ganz offensichtlich noch viel Zündstoff. zv