120324WersichHarburg Fraktionschef Dieter Wersich und seine Geschäftsführerin Birgit Stöver (beide CDU) wollten hoch hinaus: Immerhin mehr als 70 Neugierige waren ihrem Ruf in den elften Stock des neuen Kaispeichers

am Veritaskai gefolgt, um den zurzeit wohl spektakulärsten Blick im Süden Hamburgs über Binnenhafen und Harburger Innenstadt zu genießen.

Unter ihnen Ex-Justizsenator Carsten Lüdemann, Museumschef Prof. Rainer-Maria Weiss, Michael Hagedorn, Vizepräsident der Bezirksversammlung und GAL-Fraktionsvize Kay Wolkau.

 

Ein paar Häppchen Politik gab es auch: Reicht das Erzählte oder zählt das Erreichte? Unter dieses Motto hatten Wersich und Stöver ihre Bilanz von einem Jahr SPD-Senat gestellt. Kaum überraschend: Sie fiel nicht sehr positiv aus. Das dicke Ende komme aber noch, prophezeite Wersich – nämlich dann, wenn der Senat den nächsten Haushalt aufstelle. Wersich: „Irgendwann müssen Wahlgeschenke wie die Abschaffung der Studiengebühren oder Kita-Gelder ja mal gegenfinanziert werden.“

Vielmehr als ein paar Allgemeinplätze für die Probleme Harburgs hatte der gegenwärtig mächtigste Mann der Hamburger CDU allerdings auch nicht übrig. Kostprobe: „Wir müssen die großen Pendlerströme aus dem Umland dazu bewegen, dass sie den öffentlichen Personennahverkehr nutzen. Sonst kommt es in naher Zukunft allein schon wegen des Berufsverkehrs zum Verkehrsinfarkt.“

Patenrezepte konnte Wersich auch nicht bieten. Und so wurde die unermüdliche Isabel Wiest zwar ihre Klagen über den Schwerlastverkehr durch Jägerstraße  und Vogteistraße los, helfen wird das ihr und den anderen Anwohnern wohl kaum.

So blieb es Birgit Stöver vorbehalten, die Harburger Seelen ein bisschen zu streicheln und sie für die nächsten Jahre zu politischem Engagement zu motivieren: „Der Eindruck verstärkt sich, dass der SPD-Senat Harburg wieder mehr an den Rand drängt.“ mz