110916ViktoriaHarburg- Um 17:46 war es dann soweit:  Mit entschlossenen Schritten trat sie an das Rednerpult und begann mit den Worten "mein lieber Herr Präsident." Die Reaktion der anderen Abgeordneten ließ nicht lange

auf sich warten. Viktoria Pawlowski sorgte mit ihrer Begrüßung für jede menge Spaß und freundliches Gelächter in der Bezirksversammlung. Die 20-Jährige Liberale konterte mit einem kleinen Grinsen, ehe sich der Saal beruhigte und sie ihr politisches Anliegen vortragen konnte.

In diesem Moment stand fest: Die Abgeordnete der FDP ist angekommen im Harburger Rathaus. Sympathisch, locker und zielstrebig. So lässt sich der erste Auftritt Pawlowskis in der Bezirksversammlung beschreiben, seit sie Anfang Oktober nach dem Wechsel Kurt Duwes in die Hamburgische Bürgerschaft aufrückte. Die blonde Schönheit zeigte sich nach ihrer ersten Rede zufrieden. "Natürlich war ich aufgeregt, dass ist ja ganz klar. Aber ich fand es super und es hat Spaß gemacht." Dass sie mit der Anrede an den Präsidenten der Bezirksversammlung, Manfred Schulz (SPD), für Laune und Heiterkeit unter den anderen Politikern sorgte, nimmt sie mit Humor. "Herr Schulz meinte, dass  das noch nie jemand zu ihm gesagt habe. Das fand ich nett."

In ihren Ausführungen vor der Versammlung warb sie bei den anderen Fraktionen um Zustimmung für den FDP-Antrag, der eine eigene postalische Anschrift der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) vorsieht. Dazu sagt Pawlowski: "Die Universität hat einen historischen Wert und die Schwarzenbergstraße ist ziemlich lang. Außerdem ist im Jahr 2013 das neue Empfangsgebäude der Universität fertig - da würde es doch passen."

Die FDP-Abgeordnete, die mit Carsten Schuster und Immo von Eitzen zwei erfahrene Hasen an der Seite hat, möchte sich besonders auf dem Sektor Bildung engagieren. Ein politisches Feld in dem sie sich bestens auskennt, schließlich studiert sie seit dem Wintersemester letzten Jahres Politikwissenschaft an der Universität Hamburg. Der nächste Antrag ist schon in der Röhre. Pawlowski, die in Langenbek wohnt und Harburg als den Ort bezeichnet "an dem ihr Herz hängt", sagt: "Ich möchte gerne einen Vertreter der TU in die Bezirksversammlung einladen, der darüber berichtet, wie die Uni mit dem Wegfall der Studiengebühren in Zukunft umgeht. Das ist einfach wichtig."

Doch nicht nur das Thema Bildung hat sie für sich entdeckt: "Ich möchte mich bei allen Themen beteiligen, die Harburg besser und schöner machen." Sätze die zeigen, dass sie sich einbringen und etwas bewegen möchte. Der Auftritt am Dienstagabend hat auch bei Pawlowski Lust auf mehr gemacht. (pw)