120108CDUHausbruch - Jahresempfang von Harburg-Mitte, dem größten Ortsverband der CDU im Süden der Stadt. Rund 170 Gäste, darunter der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU in der Bürgerschaft, Hans-Detlef Roock (Foto)

kamen um der neuen Vorsitzenden Birgit Stöver zu lauschen. Die ließ kein gutes Haar an den neuen Herren von der SPD im Hamburger und Harburger Rathaus. "Der Sprung über die Elbe gelingt nicht", so Stöver in Anspielung auf die geplante Trassenführung der U4.

Bei dem Hang zum "Zentralismus" des Senats werde der Bezirk Harburg an eine "Randlage gedrängt". Ganz fest glaubt Stöver an einen erneuten Wechsel im Hamburger Rathaus. Nicht unbedingt zur nächsten Wahl, aber in nicht allzu weiter Ferne wird die CDU, die Hamburg als Tor zur Welt "wachgeküßt" habe, "wieder den Bürgermeister stellen".

Die Gastrede kam von der in Harburg aufgewachsenen Prof. Dr. Ulrike Neyer, Professorin für Volkswirtschaftslehre an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Ihr Thema: Der Dauerbrenner Euro-Krise. Die Botschaft: Augen zu und durch. Griechenland, ein Staat mit vielen Missständen, muss gestützt werden, auch wenn es teuer wird. "Es wird keine schöne Lösung geben", so ihre Aussage.

Bei so vielen dunklen Aussichten konnte zumindest Carsten Metterhausen strahlen. Er holte beim Neujahrsempfang die fehlenden Unterschriften für die Bürgerbegehren gegen die geplante Massenunterkunft an der Straße Lewenwerder oder an anderer Stelle im bezirk, die nötig sind, um das Projekt erst einmal bis zur Abstimmung zum Stillstand zu bringen. Metterhausen: "Wir werden die Stimmen och nicht abgeben, sondern noch ein paar hundert zusätzlich sammeln, damit wir auf der sicheren Seite sind." zv