100921jonathan barthHarburg- Schwierigkeiten beim Neubau der Technischen Universität Harburg. Für Kritik und Zündsoff sorgt dabei der Ostflügel der ehemaligen Pionierkaserne. Denn: Lediglich die Fassade erhält bei den Bauarbeiten eine

Grundsanierung, der Innenbereich wird hingegen nicht erneuert. Das Gesamtvolumen für das Projekt beläuft sich auf rund 25,8 Millionen Euro und wird mit dem Konjunkturpaket und den Studiengebühren finanziert. Doch jetzt fehlen 1,8 Millionen Euro. Genau die wären aber nötig um auch die Räumlichkeiten im Ostflügel herzurichten. Was mit dem Bauabschnitt passieren wird ist noch nicht geklärt. Die Räume drohen leer zu bleiben.

Der besagte Flügel beherbergt mit seinen 1000 Quadratmetern, Kapazitäten die der Universität gut zu Gesicht stehen würden. Jonathan Barth, Vorsitzender der AStA sagt: "Wir als Studenten brauchen den Platz, da können wir es nicht verstehen, wenn Kapazitäten nicht ausgenutzt werden." Zumal der Ingieneurstudent ein weiteres Problem sieht: "In den kommenden Jahren wird es mehr Studierende an der TUHH geben, die müssen auch  untergebracht werden." Wenn das neue Hauptgebäude fertig ist, werden die Studenten eine Nutzfläche von insgesamt 700 Quadratmetern haben. Auf zwei Etagen entstehen 18 neue Lernräume, 16 PC Plätze und 44 Einzelplätze. "Natürlich sind die neuen Raüme ein großer Fortschritt, der Bedarf für die 5000 Studierenden kann aber trotzdem nicht gedeckt werden." Der TUHH sind aber die Hände gebunden. Denn aktuell stehen keine Gelder für umfangreiche Sanierungen zur Verfügung. Solange heisst es abwarten. Im Jahr 2006 hatte die TUHH den Plan die Kaserne komplett abzureißen und mit 14 Millionen Euro wieder neu aufzubauen. Die Kosten für die Baumaßnahmen hätte die Universität selbst getragen. Dann wäre in diesem Jahr die Eröffnung gewesen. Doch damit stieß man damals, laut der TUHH "auf Widerspruch beim Denkmalschutz Hamburg."

Aussagen, das dass Gebäude am Schwarzenberg verotten wird, dementiert der Pressesprecher für Wissenschaft und Forschung, Timo Friedrichs: "Das wird auf keinen Fall so sein, denn wir haben in den Ostflügel 1,4 Millionen Euro investiert. Damit sind Sicherungssanierungen abgedeckt." Heißt konkret: Fenster und Dächer werden instandgesetzt. Mit dem Problemkind Ostflügel ist auch die Behörde nicht zufrieden, Friedrichs sagt: "Natürlich haben wir uns das auch anders vorgestellt, aber weitere 1,8 Millionen Euro gibt der Haushalt einfach nicht her." (pw)