Harburg - "Es ist Zeit" lässt Martin Schulz die Wähler am Schwarzenberg noch immer von einem Großplakat wissen. Zeit ist es - und zwar den gescheiterten Kanzlerkandidaten wegzuräumen.

Eigentlich sollen, so steht es in der "Verfahrensanweisung über die Werbung für politische Zwecke auf öffentlichen Wegen", Wahlplakate eine Woche nach der Wahl verschwunden sein. Sie sind es aber nicht. Und dann noch die ganz großen Wahlplakate. Schulz ist dabei in bester Gesellschaft. Gleich neben ihm prangt die Kanzlerin in Großformat. Daneben steht dann auch noch immer ein Großplakat der Grünen. Die lokalen Matadore haben da besser abgeräumt. Nur der Gewinner lässt sich Zeit. Metin Hakverdi wirbt in der Fußgängerzone gleich an mehreren Plätzen immer noch mit seinem Konterfei für das längst gewonnene Direktmandat. Der Mann war im Wahlkampf derart Plakatpräsent, dass man schon verstehen kann, dass ein paar seiner Plakate übersehen wurde.

Alt und vergilbt wird der Genosse dort wohl nicht werden. Das Bezirksamt hebt den mahnenden Finger - wenn es von den Wahlresten erfährt. "Der Abschnitt Sondernutzungen ist auf Meldungen über verbliebene Stellschilder durch Polizei, Wegewarte, Mitarbeiten des Bereichs Ordnungswidrigkeiten und nicht zuletzt Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Liegen uns Erkenntnisse vor, werden die Parteien zum Abbau der Schilder aufgefordert", so Sprecherin Bettina Maak. Gebühren oder Bußgeld sind für die Parteien nicht fällig. zv