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Klatsche aus Harburg: Klares Nein zur Schulreform
Sonntag, den 18. Juli 2010 um 23:14 Uhr

100718AuszaehlungHarburg - Das ist eine herbe Klatsche für ganz breite Parteienkoalition aus CDU, GAL, SPD und Linke. Die Wähler in Harburg haben der von ihnen favorisierten und von Senatorin Christa Goetsch geplante Schulreform eine ganz klare Absage erteilt.

 

62,4 Prozent der Wähler sprachen sich gegen die geplante Reform aus. Sie unterstützten die Bürgerbewegung "Wir wollen lernen". Zur Wahl am Sonntag waren noch 5.538 Menschen gegangen. Von ihnen hatten sich 60,2 Prozent gegen die Schulreform entschieden. An der Briefwahl hatten sich 30.486 Wahlberechtigte beteiligt. Hier lehnten sogar 62,9 Prozent der Wähler die Reform ab. Ungültig waren 1100 (3,1 Prozent) der abgegeben Stimmen.  Der eindeutige Sieg der Schulreformgegener hatte sich früh abgezeichnet. Im Rathaus, wo die Briefwahlunterlagen ausgwertet wurden, hatte sich schon kurz nach Beginn der Auszählung die Stapel mit den Ja-Stimmen für die Reformgegner und die Nein-Stimmen zur Vorlage der Bürgerschaft besonders hoch gestapelt. Lediglich an der Abstimmungsstelle in Cranz sprachen sich die Wähler für die Schulreform aus. Dort wurde das Volkbegehren mit 44 Stimmen abgelehnt. 24 Wähler stimmten gegen die Schulreform. An allen anderen Abstimmungsstellen lagen die Gegner der Schulreform klar vorn. zv

 

 

 

Abstimmungsstelle
Gegen Schulreform
 Für Schulreform
Kundenzentrum Harburg
 255 233
Schule Neuland 44 33
Schule Kapellenweg 204 148
Schule Rönneburg 266 133
Schule Scheeßeler Kehre 193 100
Schule Marmstorf 
 337 202
Schule Ehestorfer Weg 244 145
Schule In der Alten Forst 222 146
Schule Grumbrechtstraße 169 148
Schule Weusthoffstraße 211 154
Elbdeich e.V. 27 21
Schule Hausbruch 144 77
Schule Lange Striepen 124 61
Schule Neugraben 95 54
Schule Am Falkenberg 165 136
Kundenzentrum Süderelbe 103 60
Schule Ohrnsweg
 64 47
Schule Quellmoor
 109 76
Schule Schnuckendrift 133 90
Schule Arp-Schnitger-Stieg 119 42
Schule Cranz
24
 44
 
 

Kommentare  

 
#1 Patricia Rittich 2010-07-21 13:26
Liebes harburg-aktuell-team! Herzlichen Dank für die Berichte über den Volksentscheid. Der folgende Absatz ist falsch:"Im Bezirk Harburg gibt es acht Starterschulen, die als Stadtteilschule n die Haupt-, Real- und Gesamtschulen in sich vereinen und die Schüler bei Eignung bis zum Abitur führen." Richtig ist, dass die Starterschulen bis einschließlich Klasse 6 als Grundschule geführt werden. Alle anderen Grundschulen geben in Zukunft - und auch in diesem Jahr- die Kinder an die Gymnasien bzw. Stadtteilschule n ab. Sicher ist nach dem Volksentscheid, dass in Zukunft die Gymnasien und Stadtteilschule n mit Klasse 5 beginnen und nun die Gymnasialkolleg en nicht an die Primarschulen pendeln müssen, da es diese Schulform gar nicht geben wird. Zusammengefasst : Starterschulen führen nicht zum Abitur, sondern laufen als Schulversuch bis Klasse 6, danach gehen die Schüler auf die Gymnasien und Stadtteilschule n, welche das Abitur ermöglichen.
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