Harburg – Fehlt dem Harburger Binnenhafen in der Zukunft eine Grundschule. „Ja“, findet die Bürgerschaftsabgeordnete Birgit Stöver (CDU). Sie geht davon aus, dass in Zukunft

viele junge Familien mit kleinen, schulpflichtigen Kindern in das Gebiet ziehen. Auch an der Nutzung der Kitas im Binnenhafen macht sie das fest.

Allerdings würde die Zahl der bislang dort lebenden schulpflichtigen Grundschulkinder nicht einmal eine Zwergenschule füllen. Das ergab die Antwort des Senats auf ihre Kleine

Anfrage. Danach wurde in diesem Jahr ein Kind aus dem Gebiet in die für den Binnenhafen zuständige Grundschule an der Kerschensteinerstraße eingeschult. Zwei weitere wurden zu selben Termin am Kiefernberg und in der Alten Forst eingeschult. Insgesamt werden fünf Kinder im Grundschulealter an der Schule Kerschensteinerstraße unterrichtet, an der 296 Schüler in 16 Klassen, eine davon als internationale Vorbereitungsklasse, gehen. Im kommenden  Schuljahr wird die Zahl nur um vier Schüler steigen. So viele Kinder leben im Binnenhafen, die im Schuljahr 2017/2018 eingeschult werden.
Laut Senat gibt es daher auch keine Planungen im Binnenhafen einen Schulstandort anzusiedeln.

Stöver sieht das anders. Sie geht davon aus, dass weitere „junge Familien“ in den Binnenhafen ziehen und sich ein bedarf entwickelt. „Es ist bekannt, dass die Planung und Realisierung einer Grundschule nicht von heute auf morgen geschieht“, sagt Stöver. „Ich fordere den Senat auf, hier mit mehr Weitsicht zu handeln und eine Grundschule im Harburger Binnenhafen in seine Schulstandortplanung für die Region Harburg mit aufzunehmen.“ zv