Harburg – Passt die Architektur des  geplanten Hotels am Veritaskai nun in den Harburger Binnenhafen oder nicht? Die einen sagen so, die anderen sagen so!

Fest steht, dass alle bisher veröffentlichten Grafiken nicht unbedingt das endgültige Outfit des 4-Sterne-Hotels auf dem ehemaligen Beachclub-Gelände zeigen. Der Projektentwickler, die Hamburger Lorenz Gruppe, hat jetzt Gutachter beauftragt, die sich näher mit der Fassade des 65 Meter hohen Gebäudes beschäftigen und das Design festlegen sollen.

Investor Frank Lorenz warnte im Stadtplanungsausschuss vor übertriebenen Erwartungen: „Auch wenn man es in Harburg vielleicht nicht gerne hört, aber der Binnenhafen ist immer noch eine B-Lage. Und dies beeinflusst maßgeblich die Höhe der Investition und damit auch die Architektur.“ Entscheidend sei allerdings die Funktion der einzelnen Gebäudeteile mit Gastronomie, Konferenzräumen, 209 Zimmer und fünf Suiten. Danach werde sich zwingend die äußere Gestaltung des Hotels richten.

Außerdem erinnerte Lorenz noch einmal an die lange Vorgeschichte dieses Projekts, er habe in den vergangenen Jahren bestimmt mit 20 möglichen Hotelbetreibern gesprochen, erst jetzt habe er mit der Raphael Hotel Gruppe Verträge schließen können. Lorenz: „Wir haben es endlich geschafft.“

Für Kay Wolkau von den Neuen Liberalen ist der Drops noch lange nicht gelutscht, da so ein 65 Meter hoher Bau die Identifikation der Harburger mit dem Standort prägen werde, wolle er die Bürger bei der Gestaltung der Fassade mitentscheiden lassen. Wolkau: „Wir fordern eine Bürgerbeteiligung.“ Jetzt ergriff Baudezernent Jörg Penner das Wort und erinnerte daran, dass es sich um ein „weitgehend plangemäßes Bauvorhaben“ handele, also keine großen Befreiungen vom Bebauungsplan benötigte. Und: „Bei der Aufstellung des Bebauungsplans hat es doch schon eine umfangreiche Bürgerbeteiligung gegeben.“

Frank Lorenz zeigte auch wenig Interesse, auf Wolkaus Forderung einzugehen: „Dies ist wirklich kein einfaches Projekt. Und jetzt haben wir uns entschieden, hier 40 Millionen Euro zu investieren, da kann man nicht noch eine weitere Bürgerbeteiligung verlangen.“  Da sich außer Wolkau kein anderes Ausschussmitglied für seine Forderung einsetzte, war das Thema schnell erledigt. ag