HarburgCenter2Harburg – Die Politik plant erneut mit dem maroden Harburg-Center. Dort sollen jetzt Wohnungen mit Ladengeschäften im Erdgeschoss entstehen. Dabei einigten sich CDU und SPD

darauf, dass es keine Sozialwohnungen geben wird. Damit folgt man einer Empfehlung, die besagt, dass Sozialwohnungen in dem Bereich zu einer weiteren Schwächung des Innenstadtbereichs führen würden.

Nicht nur das. Mit der Festlegung auf geförderten Wohnungsbau zu verzichten, werden auch mögliche Investoren ausgehebelt. Nach Kenntnis des CDU-Fraktionsvorsitzenden Ralf-Dieter Fischer hatten solche Angebote den Verkauf der seit Jahren durch großen Leerstand gekennzeichneten Immobilie verhindert. Dabei gilt in der Politik das Harburg-Center bereits seit Jahren als größtes Immobilien-Ärgernis im Bezirk, das sich zudem schlecht auf die gesamte Entwicklung des Innenstadtbereichs auswirkt. Da Gebäude ist mittlerweile in einem schlechten zustand. Es verfällt immer mehr. Selbst das Parkhaus ist wegen baulicher Probleme nur stark eingeschränkt zu nutzen.

Das es ausgerechnet von politischer Seite Bewegung in die Sache gibt, kommt offenbar nicht von ungefähr. Das Harburg-Center steht auf von der Stadt gepachteten Grund. Fischer setzt auf den Heimfall, eine Regelung im Erbbaurecht, die eintritt, wenn der Pächter gegen den geschlossenen Pachtvertrag verstößt oder seine Zahlungsunfähigkeit eintritt. Dann kann der in der Regel auf 99 Jahre geschlossene Pachtvertrag vorzeitig beendet werden. In dem Fall würde das Gebäude von einem neuen Investor abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Entsprechende Pläne soll es bereits geben. zv

Veröffentlicht 9. März 2016