151117SchumacherLAngPeking - Imposant war er, der Blick auf das weltberühmte Vogelnest, dem Natonalstadion in Peking. Das war aber einer der wenigen Momente, in denen er sich, so versichert

der Harburger Bürgerschaftsabgeordnete Sören Schumacher, wie ein Tourist fühlen konnte. Sein China-Tripp mit Bürgermeister Olaf Scholz als Mitglied einer 40-köpfigen Delegation war so voll mit Terminen gepackt gewesen, dass insgesamt nur eine halbe Stunde Freizeit drin gewesen wären. "Darüber hinaus ließ das Programm, keinen Raum für touristische Erbauungen. Aber das war selbstverständlich auch nicht Ziel der Reise", so Schumacher.Die seien gerade für Hamburg wichtig. Die Gründe: Die meisten ausländischen Unternehmen, die in Hamburg investieren, kommen aus China. Jedes fünfte Flugzeug, das bei Airbus in Finkenwerder produziert wird, wird an China verkauft, und etwa ein Drittel der im Hamburger Hafen umgeschlagenen Container kommt aus China. Die Hälfte des gesamten deutschen Außenhandels mit China wird über den Hamburger Hafen abgewickelt.

„Häufig höre ich in Gesprächen Skepsis darüber, ob derartige Reisen wirklich etwas bewirken können oder letztlich dem Steuerzahler nur Geld kosten“, sagt Schumacher. „Nach meinen Erfahrungen sind persönliche Kontakte tatsächlich durch nichts zu ersetzen. Das ist in der Politik nicht anders als in allen anderen Bereichen des Lebens.“ Und es gab auch Einblicke, wie junge Chinesen ticken. sie interessiertebei einem Gespräch mit dem Bürgermeister besonders, was die Deutschen veranlasse, einen derart großen Beitrag zur Finanzierung der EU zu leisten. Auch konnten sie nur schwer nachvollziehen, warum Deutschland sich für Milliardenkredite zur Rettung Griechenlands ausgesprochen habe. zv