Rathaus2Harburg – Den beiden Abgeordneten der FDP, Viktoria Pawlowski und Carsten Schuster stinkt es. Das Rathaus, vor dem sich seit Jahren eine hartnäckige Trinkerszene

festgesetzt hat, müffelt. Der Grund: Es wird offenriechlich als öffentliches Urinal missbraucht. „Häufig steigt einem im Treppenaufgang zur äußeren Rathaustür ein beißender Gestank in die Nase“, wissen Pawlowski und Schuster. Das Problem ist nicht neu. Rund um das Rathaus wurden bereits Hecken gestutzt, um Wildpinklern den Sichtschutz zu nehmen.

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Dauerproblem: Ein Wildpinkler uriniert ungeniert am Rathausplatz. Foto: zv

Jetzt soll „zurückgepinkelt“ werden. Der Vorschlag des Duos: Die Verwaltung möge sich um den Speziallack aus St.Pauli bemühen. „Dieser Lack ist stark flüssigkeitsabweisend und pinkelt dementsprechend zurück. Durch den, hoffentlich, einsetzenden Lerneffekte sollte das Rathaus, innerhalb kürzester Zeit nach dem Auftragen der Farbe, nicht mehr als Urinal missbraucht werden“, heißt es in einem Antrag der FDP für die Bezirksversammlung. Die Verwaltung sei aufgefordert zu prüfen, ob die Bausubstanz des 123 Jahre alten Rathauses, das Auftragen des Speziallacks zulässt. Pawlowski und Schuster: „Sollte die Prüfung positiv beschieden werden, möge die Verwaltung den Speziallack erwerben und auftragen lassen.“ zv