Erstaufnahme in Harburger Post ist polizeilicher Brennpunkt

151015PostHarburg – Es ist ein schwerer Verdacht, den Ralf-Dieter Fischer nicht ausschließen will. Bei Bürgern, die im Umfeld von Flüchtlingseinrichtungen Opfer

von Übergriffen geworden sind, wird versucht sie von der Erstattung einer Anzeige abzuhalten. Fischer nennt Fälle. Ein Anwaltskollege, dessen Frau Opfer eines sexuellen Übergriffes wurde, musste bei der Polizei eindringlich darauf bestehen, dass der als Anzeige aufgenommen wird.

Bei einem Zwischenfall in Hausbruch, bei dem es um die Benutzung eines Sportplatzes ging, soll die Behörde darauf gedrängt haben, keine Polizei einzuschalten. Ralf-Dieter Fischer hat zusammen mit seiner CDU-Fraktion jetzt einen Antrag eingebracht, durch den geklärt werden soll, wie es in und um die Flüchtlingseinrichtungen im Bezirk Harburg aussieht.

Das ist aktuell teilweise bereits geklärt. Dennis Gladiator, Bürgerschaftsabgeordneter der CDU, hatte gezielt nach den Polizeieinsätzen in Zentralen Erstaufnahmen gefragt. Harburg liegt dabei weit vorn. 186 Mal war die Polizei seit Anfang des Jahres in der ehemaligen Post im Einsatz. Hinter dieser Zahl verstecken sich sämtliche Einsätze, also auch Anzeigenaufnahmen. Allerdings waren auch 50, mehr als ein Viertel, wegen Streitereien und Schlägereien, die oft in Körperverletzungen endeten, nötig.

Nur in der Schnackenburgsallee, der größten ZEA Hamburgs, gab es im gleichen Zeitraum fünf Einsätze mehr. Damit ist die Zentrale Erstaufnahme in der ehemaligen Harburger Post ein polizeilicher Brennpunkt im Zusammenhang mit der Unterbringung von Flüchtlingen.

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Die Harburger Post, in der auch die ZEA untergrbacht ist. Foto: zv

In der Erstaufnahme des DRK an der Schlachthofstraße musste die Polizei 31 Mal anrücken. In elf Fällen waren der Grund Auseinandersetzungen. Auf dem Schwarzenberg kam es zu 88 Polizeieinsätzen, von denen 28 Auseinandersetzungen zum Anlass hatten. Dazu kamen zwei Polizeieinsätze wegen Sexualdelikten und vier wegen Selbstmordversuchen.

An der Dratelnstraße in Wilhelmsburg, die seit Mitte Februar eingerichtet ist, wurden 120 Einsätze verzeichnet, 30 davon wegen Auseinandersetzungen.

In der Erstaufnahme in der ehemaligen Post kam es am Mittwochmorgen erneut zu einem größeren Polizeieinsatz. Dort waren etwa 25 Syrer auf Mitarbeiter losgegangen, als sie nicht die gewünschten Papiere bekamen. Ein Wachmann wurde laut Polizei gewürgt. zv

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