131107BvKMoorburg - Es gibt kaum einen Verein in Harburg Stadt und Land, den August Ernst noch nicht unterstützt und gefördert hat. Unter anderem stiftete er für die Hamburger Feuerwehren

den erst regional, dann bundesweit ausgerichteten August-Ernst-Pokal. Zudem übernahm er bei der Harburger Schützengilde die Kosten für den Bau einer Remise für den traditionellen Vogelwagen.

Jetzt wurde dem gebürtigen Moorburger und Fuhrunternehmer August Ernst (86) eine ganz besondere Ehre zuteil: Im Turmsaal des Hamburger Rathauses wurde ihm für seinen unermüdlichen Einsatz am Donnerstag von Innensenator Michael Neumann im Auftrag des Bundespräsidenten der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland, landläufig Bundesverdienstkreuz genannt, verliehen.

Neumann war bei der Zeremonie im Hamburger Rathaus dabei bestimmt ebenso aufgeregt, wie Ernst: Für Neumann war es das erste Bundesverdienstkreuz das er in seiner Amtszeit verleihen durfte. Er war auch dabei, als anschließend die Verleihung des Ordens im Privathotel Lindtner gefeiert wurde.

Für das Bundesverdienstkreuz, welches 1951 erstmals vergeben wurde und den heute jährlich keine 2000 Menschen erhalten, muss man vorgeschlagen werden. Die Bitte um dieses Auszeichnung wurde unter anderem von Hermann Jonas, ehemaliger Chef der Freiwilligen Feuerwehren in Hamburg, und Eckard Mißfeld, Vizepräsident des Hamburger Schützenverbandes und ehemaliges Deputations-Mitglied der Harburger Schützengilde, eingereicht. "Bei allen seinen Unterstützungen handelte es sich nicht nur um finanzielle Maßnahmen, sondern auch um die kostenlose Bereitstellung von Fahrzeugen und Personal für notwendig gewordene Arbeiten", erklärt Mißfeld das Engagement von Ernst, der bereits in vielen Vereinen im Hamburger Süden zum Ehrenmitglied ernannt wurde.

August Ernst wurde 1927 als Sohn des Fuhrunternehmers Adolf Ernst in Moorburg geboren.  Seit 1956 ist er Mitinhaber der Firma August Ernst, seit 1960 Alleininhaber der Firma, die 1871 gegründet wurde und Hamburgs ältestes Fuhrunternehmen ist. Seit 1996 leitet er die Firmengeschicke mit seinem Sohn Heinz August Ernst.  Mittlerweile hat August Ernst sich teilweise aus dem Betrieb zurückgezogen. Auf seinen Rat und seine Mitarbeit möchte jedoch keiner, besonders auch nicht sein Sohn, verzichten. cb