121201HerrenabendHeimfeld - Was als „gediegene Herrenrunde“ vor 65 Jahren begann, ist heute der gesellschaftliche Höhepunkt im Hamburger Süden. Gastgeber Jochen Winand konnte zufrieden sein. Knapp 400 Gäste (zahlreiche mehr

wollten Karten haben) konnten am Wochenende im großen Festsaal des Privathotel Lindtners Platz nehmen, um einen gut aufgelegten Bundesminister Dr. Peter Ramsauer zu erleben.

Der verriet, dass er im hanseatischen Raum deutlich öfter unterwegs ist, als viele Nordlichter einem Barzi zutrauen. Das liegt natürlich nicht an ihm, sondern an seiner Frau, die gern in Hamburg ist. Dann ging es um Konkretes. Um die Infrastruktur. Die ist nicht nur für die Hafenstadt, sondern auch für den Rest des Landes wichtig. „Hamburg hat eine hohe wirtschaftliche Bedeutung für ganz Deutschland“, so Ramsauer. Auch Bayern oder Baden Württemberg seien auf eine gute Infrastruktur im Küstenbereich angewiesen.

„Drei große Unternehmen aus meiner Heimatgegend sind Großverlader im Hamburger Hafen“, untermauerte Ramsauer seine Ausführung. „So ist auch jeder Euro, der im Hamburger Hafen investiert wird auch die bestmögliche Investition für Bayern."

Eine zentrale Frage sei die Elbvertiefung. So hätte ihn ein chinesischer Gesprächspartner gefragt was mit dem „Diepening of the Elbriver“ sei. „Es ist elementar, das in absehbarer Zeit grünes Licht für die Elbvertiefung gegeben wird“, so Ramsauer. Andere europäische Häfen rüsten massiv auf. Das Beispiel Rotterdam, wo der Hafen massiv ausgebaut wird, zeige in welcher Konkurrenzsituation man sei.

Wichtige weitere Punkte für Ramsauer: Die Y-Trasse, die A20 und die Binnenschifffahrt. Die hatte schon Niedersachsens Wirtschaftsminister Jens Bode (FDP) explizit auf dem Ministerfrühstück der Süderelbe AG wenige Tage als wichtigen Teil der Logistik genannt.

Bei geschmorter Hirschkeule mit Preiselbeer-Thymianjus, Steckrübengemüse, sautierten Kräutersaitlingen und Semmelknödeln gab es nach der Rede für die Gäste Zeit für Konversation. Mit dabei: Bahnchef Rüdiger Grube, Senator Frank Horch, der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Harburg-Buxtehude, Heinz Lüers und dessen Kollege von der Hamburger Volksbank, Dr. Reiner Brüggestrat, Investor Arne Weber, Christoph Birkel vom hit-Technopark, Bezirksamtsleiter Thomas Völsch, Wolfgang Aschendorf, Museumsdirektor Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss oder Projektentwickler Frank Lorenz.

Traditionell ging es nach dem Essen an die Bar. Gegen 5 Uhr sollen die letzten Herren des Abends gegangen sein. zv