110602williBinnenhafen- Der Yachtclub Hansa fiebert dem Binnenhafenfest 2011 entgegen. Wenn morgen mit dem Tuten und Pfeifen, dass Event in Hamburgs Süden eröffnet wird, fehlt einer ganz sicher nicht: Willi Weber, Mitglied des

Vereins und Inhaber eines Schiffes freut sich seit Monaten auf das Fest,  bei dem Seemannsherzen höher schlagen.

Weber, gelernter Werkszeugmacher und absoluter Liebhaber von klassischen Holzschiffen, besitzt einen alten Büsumer Krabbenkutter von 1911. Passend zum Binnenhafenfest feiert sein "Zossen", wie Weber sein Boot nennt, 100 jährigen Geburtstag. Am Heck prangt in weißen Buchstaben der Bootsname "Parajott". Ein Name der alte Hamburger Geschichte in sich trägt. Weber erzählt: "Als Napoleon im Jahr 1806 die Hansestadt Hamburg erobert hat, haben die Blankeneser und Mühlenberger Fischer ihre eigenen Geschäfte betrieben und durch See- und Strandräuberei Gelder eingezogen. Die nannte man damals die "Parajotten"."

Der Rentner strahlt über das ganze Gesicht, wenn er über sein Boot spricht, das er seit 40 Jahren liebevoll hegt und pflegt. Seit vier Jahren hat er mit seinem top gepflegten Schiff im Harburger Binnenhafen fest gemacht und keine Stunde bereut: "Vorher lag ich im Yachthafen Wedel. Aber die Athmosphäre hier im Binnenhafen ist wirklich einzigartig. Hier kann man sich nur wohlfühlen."

Einen Tag bevor er sich mit seinem 22 PS starken Kutter in der Einlaufparade einreihen wird, hat er sein Boot mit einer bunten Signalkette, die am kompletten Boot entlangläuft, noch mal richtig aufgepäppelt. Ohne die ganzen Restaurationsarbeiten in der kalten Jahreszeit, könnte Weber die netten Stunden im Binnenhafen mit seinem allerdings Boot nicht genießen. "Für das Binnenhafenfest hat sich die ganze Arbeit im Winter gelohnt", sagt Weber, der selbst bei Minusgraden stundenlang in der Bootshalle verbrachte, um alte Planken auszutauschen und dem Unterschiff einen neue Anstrich zu verleihen. Noch einmal schlafen, dann wird auch der Lärm seines Horns durch den Binnenhafen schallen. (pw)