160223MoellerHarburg – Als Silvia Möller 1988 als Sachbearbeiterin im Ausschussdienst des Bezirksamts anfing, hieß der Chef im Harburger Rathaus noch Jobst Fiedler. Später

erlebte sie unter anderem hautnah mit, wie der CDU-Bezirksabgeordnete Wolfgang Jaeger als Mitarbeiter (Deckname „Günther“) des Ministeriums für Staatssicherheit enttarnt wurde, sie erlebte mit, wie 1998 die Kandidatur von  Bezirksamtsleiter Michael Ulrich (SPD) für eine zweite Amtszeit an einer Stimme scheiterte. Inzwischen war Silvia Möller zur Abschnittsleiterin im Ausschussdienst aufgestiegen. Diese Funktion übernahm sie auch, als 2007 im Zuge der Verwaltungsreform eine Geschäftsstelle der Bezirksversammlung geschaffen wurde. Anfang des Monats ist Möller in Ruhestand gegangen, am Dienstagabend will sich die Bezirksversammlung noch einmal offiziell von ihr verabschieden.

Unterdessen gibt es hinter den Kulissen Zoff wegen ihrer Nachfolge. Zunächst gab es intern unterschiedliche Auffassungen, wie diese Stelle ausgeschrieben werden soll. Das ist geklärt, am 3. März wollen Bezirksamtsleiter Thomas Völsch  und Dierk Trispel, Dezernent für Steuerung und Service, die Bewerbergespräche führen. Nun hat aber Robert Timmann (CDU), der zurzeit den erkrankten Vorsitzenden der Bezirksversammlung, Manfred Schulz, vertritt, darum gebeten, bei den Gesprächen dabei zu sein. Schließlich werde man künftig eng zusammenarbeiten müssen.
Diese Bitte soll aber auf wenig Gegenliebe gestoßen sein. CDU-Kreischef Ralf-Dieter Fischer wundert sich darüber: „Nach meinen Informationen hatte man Manfred Schulz eine Teilnahme angeboten. Das müsste dann doch auch für den amtierenden Vorsitzenden gelten.“ ag

Veröffentlicht 23. Februar 2016