150419NdM5Harburg – Besser hätte man es im April kaum treffen können für die Lange Nacht der Museen. Ein sonniger Tag und einfrischer, aber klarer Abend luden ein, um quer durch

Harburg zu bummeln und die vier Akteure der Nacht zu besuchen. Höhepunkt war das Archäologische Museum, das die Wikinger auf die Fläche neben dem Rathausforum geholt hatte. Dort hatten die kriegerischen Nordmänner, in diesem Fall aus Jork, ihre Zelte aufgeschlagen. Bereitwillig ließen sie sich über die Schwertklinge schauen. Schwertkampf mit ganz viel Input gab es auf dem Museumsplatz. Die Zuschauer erfuhren dort, wie sich Waffen-, Schild- und Kampftechnik entwickelt haben und konnten zusehen wie sie angewandt wurden. Das kam an. Das Museum verzeichnete einen Rekord für die Lange Nacht der Museen. 2400 Besucher wurden gezählt.

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Kampfvorführungen auf dem Museumsplatz. Foto: zv

Mit dabei waren auch die Sammlung Falkenberg, in der zu Führungen geladen war. Schade, dass dort nur wenige Parkplätze zur Verfügung standen. Im Kunstverein im Harburger Bahnhof erlebten die Besucher eine eine Performance aus Video, Installation und insbesondere Klang von Hannah Weinberger. Es ist  ihre erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland. Es handelt sich um eine Installation aus sechs großen Schweizer Felsbrocken , die - innen hohl - als verstärkende Lautsprecher konzipiert sind. Persönliche Field recordings, wie klirrende Gläser oder Tierstimmen, sowie für jeden zugängliche vorgefertigte Klänge aus Open-Source-Libraries im Internet, beispielsweise Cartoon- oder Natur-Geräusche, sind der Ausgangspunkt für Weinbergers digitale Kompositionen.

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Die Wikinger neben dem Rathausforum. Foto: zv

Nachgefragt war auch der Besuch im electrum, dem Museum der Elektrizität an der Harburger Schloßstraße, das aus einer Sammlung der Hamburgischen Electricitäts-Werken (HEW) entstanden ist. Dort kann man heute oft kurios wirkende Elektrogeräte bestaunen. zv

Veröffentlicht 19. April 2015