140728KneteHeimfeld – Es sind alle Attribute eines vergleichbaren Events, die die Veranstaltung Keine Knete – trotzdem Fete mit sich bringt. Die müffelnden Dixie-Klos fehlten ebenso

wenig, wie die Massen von Besuchern, die auf das Festival-Gelände drängen, die lockere Stimmung und die große Musikanlage, aus der die Bässe dröhnen. Letzteres fanden viele Nachbarn offenbar nicht so gut. Die laue Sommernacht und die Windrichtung taten ihr Übriges. Während man auf dem Festivalgelände in der Straße Am Radeland,  das im Alltag Klubgelände der Tipsy Apes ist,  „sexistisches, rassistisches, homophobes oder sonstiges diskriminierendes Verhalten“ nicht dulden wollten, hatte man es in der erweiterten Nachbarschaft nicht so mit der wummernden Musik, die sich vom Gelände, vor allem von der Hauptbühne aus, schallwellenartig ausbreitete. Acht Anzeigen wegen Ruhestörung gingen bei der Polizei ein. Die hatte nach eigenen Angaben vor Ort keinen Verantwortlichen gefunden und erreichte erst über Mitarbeiter des "Sicherheitsdienstes" des Festivals, dass die Musik leiser gedreht wurde. Das Bezirksamt wird von der Polizei informiert.

Das Festival selbst kann die zehnte Auflage als Erfolg verbuchen. Friedlich, kreativ und eben mit viel Musik wurde gefeiert. Das Wetter spielte mit. Die Bühnen und Installationen waren in der Regel echte Hingucker. Selbst ein "Tower" für den Techniker und Aussichtsplattform mit Blick auf die Hauptbühne, waren aufgebaut worden. Mehr als 1000 Fans kamen, um in politisch linker Atmosphäre zwei Abende und den Sonntag zu genießen. dl