140207ToroHarburg – Vernissage des Künstlers Nir Alon in der Galerie MyToro. Mit dem Israeli hat Toro einmal mehr einen international geachteten Künstler gewinnen können. Auch

das Publikum hatte eine bemerkenswerte Mischung. Nicht nur Harburger, auch viele Hamburger hatten den Weg in den Tunnel gefunden, um die Ausstellungseröffnung des Installationskünstlers zu erleben. Nir Alon hat für die Ausstellung eigens zehn Arbeiten erschaffen, die, wie Laudator Ernst Brennecke bemerkte, den „eigenartigen wie wunderschönen Galerieraum mit einbezogen“.  Der Ausgangsbereich der Bilder ist die Wohnstube. Das eigene Heim, das die ganz persönliche Burg, der private Rückzugsraum ist. Hier setzt der Künstler an. Er greift dort ein. Die Bilder wirkten auf den ersten Blick „ganz einfach“. „Je länger man hinschaut und in sie eindringt, um so vielschichtiger und teuflischer werden sie“, so Brennecke. Nir Alon zerstört mit seinen Bilder systematisch das „Wohlfühl-Gefüge“. „Ein Sofa wird gekippt, ein Tisch verdreht, ein Stuhl mit den Beinen nach oben an die Decke gehängt. Ein Schrank wird verrückt, und schon erscheint die vertraute Umgebung irgendwie ver-rückt“, fasst es Brennecke zusammen. Auch die Wandzeichnungen, die die Bilder verbinden, bestehen aus dem „Alonschen Formenkanon“. Man findet die Tische und Stühle aus den Bildern wieder. Ebenso verrückt und unakkurat. Damit hat sich“, sagt Brennecke, „Nir Alon eine eigene Bühne geschaffen, auf der er seine Kunst ausbreitet. Die Ausstellung wird zur Performance, die Galerie zum Spiegel der Welt.“

 Die Ausstellung „the magnificent losers ( but not so tragic )“ ist Montag bis Samstag von 12:00 - 20:00 Uhr geöffnet. zv