130624soulkitchenhalleWilhelmsburg –  Wie geht es weiter mit der Soulkitchenhalle?  Gemeint ist natürlich die alte Halle an der Industriestraße, die fast jeder „Soulkitchen“ nennt und dabei

an den gleichnamigen Film von Fatih Akin denkt, der dort gedreht worden ist. So hieß aber Anfang der 90er-Jahre auch ein Nachtklub auf St. Pauli, dessen Kultstatus noch gepflegt wird.  Und deshalb darf niemand anders so heißen –  auch keine alte Halle, die vom Bezirksamt gerade wegen angeblicher Baufälligkeit geschlossen worden ist.

Mathias Lintl von der „Stadtteilinitiative Soulkitchenhalle“ hat jetzt ein Gutachten angekündigt, das sich mit dem Gutachten des Vermieters, der Sprinkenhof AG, auseinandersetzt und prüft, wie die Tragwerkskonstruktion der Halle gesichert werden kann und was das kosten würde.

Gleichzeitig soll die Fläche neben der Halle als „sommerlich entspannter Ort für Musik, Kultur und Kommunikation“ genutzt werden. Gestern war es ein „Nachmittagstanztee“, am Mittwoch den 26. Juni um 20 Uhr gibt es Raoky, ein musikalisches Gemeinschaftsprojekt aus Madagaskar und Deutschland, das im Internet mit Crowdfunding finanziert worden ist. Außerdem will man überlegen, ob es noch andere Objekte gibt, die ähnlich wie die Soulkitchenhalle genutzt werden könnten.

Schließlich will die Initiative dabei mitwirken, „ein zukunftweisendes Konzept zur Neubetrachtung vor allem des nördlichen Veringkanals zu entwickeln, um den Bedürfnissen der Hafenwirtschaft, der Kreativwirtschaft, der Kulturszene und der Bewohner gerecht zu werden“. ag